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Sonntag, 23.10.2022
Sascha am 23.10.2022 um 04:42 (UTC)
 Zugunsten des Ausrichters des Siegertages der Westfalenmeisterschaft 2022 (ich habe darüber hier ja schon geschrieben - er findet am kommenden Samstag, den 29.10. in Verl statt), haben wir auch eine Jungtaube gestiftet. Der Junge Vogel stammt aus unserem 573, der 2020 50. As-Vogel BRD, 5. bester jähriger Vogel in Westfalen und 2. bester jähriger Vogel im Regionalverband 412 wurde. Nachdem er als Jähriger 2020 so gut flog mit 11/11 Preisen und 956,56 AS-Punkten haben wir den 573 direkt in die Zucht gesetzt. Schon in seinem ersten Zuchtjahr brachte der 573 uns dann den 21-14, der in dieser Saison als Jähriger 10/12 Preise geflogen hat und 55. jähriger As-Vogel in Westfalen wurde.
Die Mutter des Spendenvogels stammt aus dem Schlag von Heinz Prenger-Millies aus der RV Werl hier bei uns im Regionalverband. Heinz Prenger-Millies ist in den zurückliegenden zehn Jahren wahrscheinlich der beständigste und stärkste Schlag in unserem Regionalverband. Die Mutter des Spendenvogels kommt aus seinem 376, der ebenfalls schon zweijährig, nachdem er von 19 Einsätzen 17 Preise mit 4x 1. Konkurs geflogen hatte, in den Zuchtschlag gesetzt wurde. Gepaart an den 376 war wiederum eine Tochter des eigentlich Stammvogels von Heinz Millies, einem originalen Andre Roodhoft-Vogel.
Ich denke schon, dass in dieser Spendentaube ordentlich Leistung versammelt ist. Das sind keine Tauben, die nur bei Rückenwind mit "Schwanz hoch" nach hause ihre Preise fliegen, sondern die auf der Südost-Richtung einiges vertragen und auch die harte Arbeit bewältigen können, wenn es denn nötig ist.
Der junge Vogel wurde hier vor drei wochen abgeholt. Zu dem Zeitpunkt hatte er noch 4 Federn stehen und war stark in der Mauser (man sieht das auf dem Foto, dass da die Mauser ein wenig "weg korrigiert" wurde). Aus meiner Sicht ist er in der Hand ausgezeichnet mit einem sehr guten Rücken, guter Muskukatur und einem sehr geschlossenen Becken. Was er im Kopf hat und was er davon vererben kann - das weiß ich natürlich nicht. Aber ich denke die Vorraussetzungen sind insgesamt sehr gut und ich denke, dass es einfach eine gute Taube ist. Der Vogel kann, so denke ich, problemlos schon im Frühjahr angepaart werden.

Hier geht es zur der Pre-Auktion der Westfalenmeisterschaft. Die endgültige Versteigerung findet dann auf dem Siegertag in Verl statt.

Spendentaube zugunsten der Westfalenmeisterschaft

Hier die Spendentaube:



Hier der Vater der Spendentaube


 

Samstag, 22.10.2022
Sascha am 22.10.2022 um 11:09 (UTC)
 Für eine besondere Auktion, die im November starten wird, haben wir im Frühjahr schon gerne eine Taube zugesagt und gespendet. Diese Versteigerung beginnt irgendwann im November und wir haben dafür eine Jungtaube von unseren Sommerjungen gestiftet, die gegen Ende August geschlüpft ist. Ich will dem Ganzen hier noch gar nicht vorgreifen, sondern werde dann zu gegebener Zeit noch darauf hinweisen. Aber heute habe ich mal wieder versucht ein Foto dieser Taube zu machen. Das mache ich hier manchmal eigenständig und mir gefallen diese Fotos eigentlich sehr gut, weil man meiner Ansicht nach die Taube etwas besser "erkennt", als auf den mit Schablone bearbeiteten Bildern. Für eine Taube, die nun erst fast genau zwei Monate alt ist, wirkt sie doch auf dem Bild sehr stattlich, wie ich finde und ich kann sagen, dass sie auch eine - unserer Meinung nach - hervorragende Abstammung hat. Aber was Abstammungen betrifft sind wir auch etwas anders, als viele andere Züchter. Wir wollen keine Urenkel von irgendwelchen van den Bulcks oder was sonst gerade in Mode ist. Wir wollen Kinder und Geschwister von Leistungstauben. Dann ist uns die Abstammung weitgehend egal. Es muss Leistung drin stecken und bei dieser Taube ist das so - das kann ich jedenfalls sagen. Alles Weitere dann zu gegebener Zeit.

 

Freitag, 21.10.2022
Sascha am 21.10.2022 um 05:28 (UTC)
 Vor Kurzem hatte ich geschrieben, dass unsere Tauben mit Begeisterung die Blätter eines Holunderstrauches verzehren und ganze Zweige ruckzuck von Blättern kahl fressen. Nun habe ich einmal ein wenig nachgelesen und festgestellt, dass sich in Holunderblättern giftiges Sambunigrin befindet, das bei empfindlichen Menschen heftigste Übelkeit und andere Beschwerden auslöst. Das gilt ebenso für Beeren, wie für Blüten und die dekorativen Fiederblätter. Aber bei unseren Tauben scheint das wohl nicht so zu sein, denn sonst fräßen sie die Blätter oder in freier Natur die Beeren doch nicht, oder? Ehrlich gesagt weiß ich es nicht und kann es nicht beurteilen.
Aber vor einigen Jahren hatten wir auch Efeu an unserem Haus, der bis auf das Dach gewachsen war. Besonders die Jungtauben fraßen an diesem Efeu mit großer Begeisterung und es hat ihnen augenscheinlich nie geschadet.
Ein Sportfreund hat mir gestern geschrieben und er hatte auch Fotos dazu geschickt, dass er seinen Tauben nun Zweige der Zitronenmelisse zur Verfügung gestellt hat und dort war das Fressverhalten der Tauben genauso wie bei uns am Holunder. Wir werden das alles auf jeden Fall weiter testen und ich werde mich in dieser Hinsicht noch ein wenig versuchen schlau zu machen.
 

Mittwoch, 19.10.2022
Sascha am 19.10.2022 um 15:43 (UTC)
 In zehn Tagen findet die diesjährige Siegerehrung zur Westfalenmeisterschaft 2022 in Verl statt. Das Programm des Siegertages und viele weitere Informationen findet man unter www.westfalenmeisterschaft.com.

Die Westfalenmeisterschaft selbst wird - und das finde ich einfach interessant - zu den gleichen Bedingungen ausgeflogen wie die Hessenmeisterschaft. Man kann da einige Dinge sehr schön vergleichen und dann sieht man, dass die Konkurrenz eine ganz andere ist. Ich denke, dass es überall in Deutschland prozentual gleich viel sehr gute und weniger gute Schläge gibt. Aber dort wo insgesamt einfach noch mehr Schläge im Brieftaubensport angesiedelt sind, da ist natürlich die Leistungsdichte eine ganz andere.

Der Sieger der diesjährigen Westfalenmeisterschaft, der Sportfreund Peter Giese, erringt auf 7 Wertungsflügen 14 Preise und 1367,62 Punkte. Der Sieger der Hessenmeisterschaft, die SG Abel / Müller erringt auf den 7 Wertungsflügen 14 Preise mit 1350,83 Punkten. Mit diesem Resultat wäre man in Westfalen auf Platz fünf eingelaufen.
Der Zehnplatzierte erringt in Hessen 14 Preise und 1294,04 Punkte. In Westfalen hätte dieses Resultat noch für Platz 67 gereicht. Und der Platz 30 in Hessen mit 14 Preisen und 1256,34 Punkten, wäre in Westfalen auf Platz 158 gelandet.

Es kommen hier natürlich viele Faktoren zusammen und man keinesfalls behaupten, dass es hier oder dort bessere Züchter gibt. Dort wo insgsamt mehr teilnehmende Schläge, gibt es in Summe natürlich auch mehr starke Schläge. Aber vermutlich prozentual nicht. Da wird es in etwa überall gleich sein.
Blickt man aber über diese Meisterschaften einmal hinaus in Richtung Deutsche Meisterschaft etc. dann ist die Situation natürlich regional komplett unterschiedlich. Auf einer Fläche wie z.b. der des Regionalverbandes 100 in Schleswig Holstein, tummeln sich hier in Westfalen etwa 13 Regionalverbände. Wo in Schleswig Holstein auf dieser Fläche noch gut 200 Schläge beheimatet sind, sind es hier in Westfalen noch gut 3000 Schläge.
Und wo in einigen Regionen mangels Masse dann Regionalverbandsgruppen mit 50 oder 70 Schlägen gebildet werden, sind das woanders dann eben RVen mit der gleichen Anzahl an Schlägen.

Was ich damit sagen will: der Brieftaubensport in Deutschland ist schon alleine durch die sehr unterschiedliche Züchterdichte völlig unterschiedlich in seiner Ausübung. Und man sollte es den Züchtern meiner Ansicht nach dann auch regional überlassen wie sie ihr Hobby und ihren Sport ausüben möchten. Es kommt nun aber dazu, dass der Verband RVen mit 15 und weniger reisenden Schlägen die Auszeichnungen sperren möchte und man versucht auch auf anderen Wegen "von oben herab" Sportfreunde weiter in ein Korsett zu pressen, welches schon aufgrund der völlig anderen regionalen Vorraussetzungen gar nicht für alle Regionen passend kann.
Selbstverständlich ist z.b. eine deutsche Meisterschaft immer nur symbolisch. Denn man kann nicht sagen, dass der deutsche Meister eines Jahres nun wirklich der beste Schlag einer Saison war, wie es z.b. im Fußball der Fall ist.
Es wäre völlig falsch zu behaupten, dass unser Schlag in 2020 nun der beste Schlag in Deutschland mit den jährigen Tauben war, nur weil wir anhand der Bedingungen die deutsche Meisterschaft erringen konnten.

Am vergangenen Wochenende war wieder einmal die Klausurtagung des Verbandes und zumindest nach dem, was ich inzwischen so von Teilnehmern erfahren konnte, kann man wieder einmal festhalten: "Außer Spesen nichts gewesen." Man belässt die meisten Dinge so wie sie sind und fummelt nur, eher symbolisch, an einzelnen Details des Reisegeschehens herum. Wie man auf diese Art und Weise die massive Unzufriedenheit und die ständigen Streitereien aus unserem Hobby heraus bekommen möchte, ist mir persönlich schleierhaft. Es geht einfach immer weiter. Und Bestrebungen einzelne RVen in vielleicht dünner besiedelten Regionen nun nicht mehr mit Auszeichnungen zu versehen, sind aus meiner Sicht ein völlig falscher Weg.
Es erscheint mir vielmehr typisch für das deutsche Vereins- und Verbandswesen, dass man auch im Brieftaubensport wieder alles über einen Kamm schert und egal ob Nord, Süd, Ost oder West alle exakt gleich behandelt werden sollen.
In der Westfalenmeisterschaft und auch in der Hessenmeisterschaft und anderen Ländermeisterschaften (egal wie sie ausgeflogen werden) finden sich immer wieder andere Schläge unter den Top-platzierten und bzgl dieser Meisterschaften hört man auch sehr wenig von Streitereien oder Diskussionen um die Bedingungen. Allgemein scheinen viele Sportfreunde mit diesen Regionalmeisterschaften sehr zufrieden zu sein und die regionalen Veranstaltungen erfreuen sich auch immer einer großen Beliebtheit. Vielleicht sollten sich unsere Verbandsspitze und unsere Vertreter in den Gremien einmal Gedanken darüber machen, warum das eigentlich so ist.....
 

Dienstag, 18.10.2022
Sascha am 18.10.2022 um 16:57 (UTC)
 Die Außentemperaturen sind aktuell ungewöhnlich hoch und entsprechend weniger Futterbedarf haben die Tauben meiner Ansicht nach, obwohl sie ja trotzdem bei entsprechendem Angebot viel fressen. Trotz der aktuellen Mauser bekommen all unsere Tauben bei diesen Temperaturen nun deutlich weniger Futter. Denn mausern tun sie auch mit etwas weniger Futter sehr gut. Aber mit zu viel Futter setzen sie, aufgrund des nicht vorhandenen Freiflugs, einfach viel zu schnell viel zu viel Fett an. Und es gibt nichts Schlimmeres für das kommende Reisejahr als zu fette Tauben im Herbst/Winter. Dieses Fett bekommt man selbst mit Hunger und Entschlackungskuren ohne Freiflug nicht wieder weg. Und damit beginnt dann das erste Elend für das kommende Reisejahr. Bis die Flüge losgehen ist es nach den ersten Freiflügen oft nur ein sehr geringer Zeitraum und bis dahin ist das Fett ebenfalls kaum weg. Insofern erscheint es mir sinnvoller dafür zu sorgen, dass die Tiere schon jetzt möglichst wenig Fett ansetzen.
Das bedeutet derzeit also, dass wir den Tauben vielleicht so etwa 25 Gramm Futter pro Taube geben und damit kommen sie wirklich prima aus. Sie müssen ja nichts tun. Und mehr Futter bedeutet ja nicht, dass die Tiera damit automatisch besser mausern. Im Gegenteil: meine Beobachtung ist, dass zu schwere bzw zu fette Tauben eher schlechter mausern.
 

Montag, 17.10.2022
Sascha am 17.10.2022 um 03:20 (UTC)
 Gestern war nochmals ein Sportfreund hier zu Besuch, der etwas weiter entfernt wohnt und seine Tauben reist. Wenn man mit einigen Züchtern spricht, dann sieht man schon, dass die Probleme von Region zu Region was das Reisegeschehen betrifft, die gleichen sind: Diskussionen und Streit um Lage, Richtung, gemeinsam Auflässe, Auflassorte usw. Es ist fast überall in Deutschland so. Es scheint fast als hätten viele Sportfreunde nichts Besseres zu tun als sich deswegen untereinander anzugiften.
Andererseits dokumentiert diese ganze Unruhe nur sehr gut, was eigentlich wirklich los ist im deutschen Brieftaubensport: er funktioniert nicht mehr aus verschiedenen Gründen. Er funktioniert aufgrund der erbärmlichen Züchterzahlen in vielen Regionen nicht mehr fair und zufriedenstellend. Und er funktioniert auch deswegen nicht, weil viele mehr oder weniger erfolgreiche Schläge den Brieftaubensport eher unter Halbprofi- oder Profibedingungen betreiben und nur ihr individueller Erfolg (und all das,was hinsichtlich der Kommerzialisierung mit Taubenverkauf usw daran hängt) noch zählt. Es gibt im deutschen Brieftaubensport nur noch wenig Gemeinschaft. Das Konkurrenz- und Ich-Denken ist so ausgeprägt, dass vielfach einfach die ganze Zerrissenheit eine logische Konsequenz ist.
Aber das sind Themen, die nicht angegangen werden. Es ist so als wenn der Dachstuhl eines Hauses brennt und man unten in den Keller ein paar Liter Wasser kippt in der Hoffnung, dass es schon irgendwie gut geht.
Am zurückliegenden Wochenende war wieder die Klausurtagung des Verbandes. Eine völlig überflüssige Veranstaltung, die seit Jahren genau NULL dazu beigetragen hat, dass irgendetwas besser wird im deutschen Brieftaubensport. Egal was man dort geplant und besprochen hat: es hat keinen Funken dazu beigetragen, dass die Problematik der rapide sinkenden Mitgliederzahlen angegangen wurde. Es wurde nicht dazu beigetragen in unser HOBBY mal wieder etwas mehr Ruhe hinein zu tragen und es wurde schon gar nicht daran gearbeitet die massive Kommerzialisierung als Grund sehr vielen Übels endlich einzudämmen. Die Klausurtagung ist als Veranstaltung zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung ein völliger Rohrkrepierer.
Im Vorfeld der Tagung müssen die Verantwortlichen der verschiedenen Komissionen immer eine Art Jahres- und Zustandbericht schreiben. Wenn man die Berichte von ROK oder FSK usw. liest, dann kann man nur noch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen in was für einem desolaten Zustand unser Verband sich befindet. Aber Besserung ist nicht in Sicht, weil in vielen Punkten gar nichts angegangen wird.
Stattdessen wirkt die Klausurtagung wie ein geheimer Stuhlkreis von wenigen Eingeweihten, über die dann nur irgendwann in der "Brieftaube" mit einer Art Protokoll berichtet wird. Teilnehmer der Tagung hüllen sich zunächst in Schweigen oder ergehen sich in vagen Andeutungen über das was besprochen wurde und ansonsten geht es weiter wie bisher nach dem Motto: "Wenn ich mal nicht weiter weiß, bild ich einen Arbeitskreis."
Auf der Mitgliederversammlung im Dezember werden dann die Dinge, die in der Klausurtagung besprochen wurden, nochmals ein wenig durchgekaut und dann wird über einige Punkte abgestimmt und es geht aber danach im Kern genauso weiter wie bisher. Besserung ist nichtGegenteil!
 

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