Brieftauben Mimberg

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Donnerstag, 19.01.2023
Sascha am 19.01.2023 um 16:07 (UTC)
 Ein regelmäßiger Leser dieser Homepage hat mir gemailt, dass unsere Neuigkeiten-Seite insbesondere beim Lesen der Homepage mit dem Handy, sehr schwer lesbar sei, seit ich den Hintergrund auf blaue Farbe umgestellt hatte. Ich habe das nun nochmals geändert und auf schlichtes Schwarz auf Weiß umgestellt, Ich hoffe nun, dass unsere Homepage und besonders diese Neuigkeiten für jeden gut lesbar sind. Sollte das nicht der Fall sein, dann ist jeder Leser herzlich eingeladen sich bei mir zu melden, damit gegebenenfalls Änderungen vorgenommen werden können.

Hier bei uns hat es heute morgen kräftig geschneit und ich finde es immer wieder faszinierend wie schnell Tauben auf Schneefall dahingehend reagieren, dass sie den Schnee mit wachsender Begeisterung fressen. Warum sie das tun weiß ich nicht. Aber sie tun es immer, wenn Schnee fällt. Der Kot wird dann weicher und es ist auch etwas nasser im Schlag, aber ich finde das nicht weiter schlimm.
Ganz allgemein bekomme ich immer mal wieder Mails oder es wird mit in Telefonaten geschildert, dass bei Sportfreunden einzelne Tauben oder einige Tiere in den Wintermonaten nassen Kot absetzen, selbst wenn sie keinen Schnee gefressen haben. Was im Einzelnen der Grund dafür ist, ist immer schwer zu sagen. Wir haben auch hin und wieder einzelne Tauben, die im Winter weichen oder manchmal auch nassen Kot absetzen. Oft ist es nur in der Phase der Trennung eine gewisse Nervosität. Die Tauben trinken mehr. Sind sie dann verpaart normalisiert sich der Kot sehr schnell.
Tierärzte weisen, wenn man sie diesbezüglich fragt, häufig auf sogenannte Dysbakteriosen hin. D.h. die Besiedlung des Darmtrakts mit gutartigen Bakterien ist irgendwie gestört. Es wird dann häufig eine längere Gabe von Probiotika empfohlen. Ich selbst glaube mit den Jahren immer weniger an den Nutzen von Probiotika, auch wenn wir selbst immer noch welche einsetzen (wir nehmen da das Produkt Intestino von Dr. Sudhoff (es enthält aber den gleichen Bakterienstamm wie viele andere Probiotika im Brieftaubensport), falls wir mal Medikamente einsetzen musste oder in der Reisezeit schon mal am Tag nach dem Flug. Aber ob es wirklich etwas bringt weiß ich nicht.
Wenn eine Taube tatsächlich eine Dysbakteriose hat und deswegen der Kot nicht gut ist und das dauerhaft so ist und sich von selbst nicht bessert, dann nehmen wir sie doch lieber aus dem Bestand.
Vor etwa zehn Jahren habe ich auch einmal Versuche mit der dauerhaften Gabe von EM-Bakterien gestartet, aber da konnte ich nun wirklich, obwohl wir vieles probiert haben, gar keinen Nutzen erkennen.
Inzwischen ist es so, dass ich wenig darauf achte ob einzelne Tauben mal nassen Kot absetzen oder ob das im Winter auch mal längere Zeit so ist. Wenn sie allerdings während der Zucht und beim Füttern der Jungtauben nassen Kot absetzen, dann nehmen wir sie aus dem Zuchtbestand. Und wenn die Reisetauben am Tag nach dem Flug noch nassen oder zu weichen Kot absetzen, dann ist erhöhte Aufmerksamkeit geboten. Besonders wenn es mehrere Tiere sind. Dann könnte sich doch eine Infektion breit machen und dann sollte man doch umgehend reagieren. Wenn wir sonntags einen Wettflug haben, dann sollte der Kot der Tauben montags morgens wieder top sein. Ist er das nicht, dann suche ich doch meistens schnell einen Tierarzt auf.
 

Mittwoch, 18.01.2023
Sascha am 18.01.2023 um 19:30 (UTC)
 Derzeit sieht es so aus, dass wir unsere Zucht- und Reisetauben am Wochenende in vier Wochen, also am 17.-19. Februar komplett zusammen anpaaren können. Denn dann ist das bei mir auch dienstlich möglich. Bei den Zuchttauben, die überwiegend ja schon überjährig sind, geht das bei entsprechender Vorbereitung immer sehr schnell und problemlos. Bei den Reisetauben muss man hier und da mal schauen, damit es nicht zu Beißereien in den Zellen kommt. Aber normalerweise funktioniert das auch immer recht unkompliziert. Im Reiseschlag machen wir bei den neuen Paaren auch immer eine freie Partnerwahl und es dauert hier und da etwas länger bis die Paare sich gefunden haben und die Eier gelegt sind, aber das ist insgesamt kein Problem.
Wenn man um diese Zeit anpaart, dann muss man auch die Zuchttauben eigentlich nicht mehr belichten. Wir praktizieren eine Belichtung über 14 Stunden, je nach Wetter, v.a. deswegen, weil dann die Eiablage noch etwas gleichmäßiger verläuft und wir später dann sehr gleichmäßige Jungtiere haben, die wir dann sehr gleichmäßig absetzen können.
In der Versorgung der Zuchttauben brauchen wir vor der Anpaarung eigentlich nichts ändern, außer dass wir natürlich das Futter etwas gehaltvoller machen ab etwa zehn Tage vor der Verpaarung mit mehr Eiweiß und Fett. Die Beiprodukte bleiben dann wie gehabt.
Häufig in den letzten Jahren haben wir so etwa vier Wochen vor der Anpaarung eine Kur der Zuchttauben gegen Trichomonaden und Kokzidien durchgeführt. Ich überlege noch ob ich damit am kommenden Wochenende auch beginne oder ob ich es einfach mal unterlasse. Eigentlich sind wir mit diesem Vorgehen immer recht gut gefahren, aber ich werde am Freitag erst einmal einige Abstriche mit unserem Mikroskop untersuchen und schaue wie die Verfassung der Zuchttauben diesbezüglich ist. Wenn ich nicht groß etwas finde, dann lassen wir alles so wie es ist.
 

Dienstag, 17.01.2023
Sascha am 17.01.2023 um 13:41 (UTC)
 In den nächsten Tagen werden die jungen Vögel von 2022 vom Jungtierschlag in den Witwerschlag umziehen, um sich langsam dort einzugewöhnen. Aktuell sind die immernoch zusammen mit den jungen Weibchen im Jungtierschlag. Dort haben sich übrigens seit dem Ende der Jungtaubenreise keine Paare gebildet, geschweige denn sind Eier gefallen o.ä.
Dieses Vorgehen hat sich bei uns in den letzten Jahren recht gut bewährt. Früher haben wir die jungen Vögel direkt nach der Jungtierreise in den Witwerschlag gesetzt, aber dieses aktuelle System gefällt uns besser.
Im Witwerschlag sind die unbesetzten Zellen noch geschlossen. vor ihnen ist aber ein kleiner Streifen frei, auf den sich die jungen Vögel dann setzen können wenn sie möchten. Die alten Vögel bleiben auch durchgängig im Witwerschlag. Normalerweise gibt es da überhaupt keine Probleme. Auch nicht in der Zeit des Anpaarens. Hin und wieder müssen wir bei kleineren Beißereien mal eingreifen, aber das ist eher die Ausnahme.
Wenn wir die jungen Vögel nun zu den Witwern erfolgt auch nochmal eine Handbeurteilung ob sie uns wirklich gefallen. Es sind ohnehin noch einige zu viel und wir möchten den Witwerschlag nicht überbelegen. Wenn also ein junger Vogel wirklich negativ auffällt, dann behalten wir ihn nicht. Aber auch das ist eher selten der Fall.
Wann wir die Reisevögel dann genau anpaaren weiß ich im Moment noch nicht. Dafür muss ich ein wenig Zeit haben und entsprechend bestimmt den Zeitpunkt der Anpaarung u.a. auch mein Dienstplan auf der Arbeit. Aber auch da ist unsere Erfahrung dass es letztendlich überhaupt keine Rolle spielt wann man die Tauben verpaart und ob man sie ein Mal oder zwei Mal verpaart. Da wir die trockene Witwerschaft seit vierzig Jahren praktizieren haben wir da überhaupt keinen Zeitdruck. Wir halten übrigens die trockene Witwerschaft ohne das Ziehen von Jungtauben für die deutlich bessere Variante - besonders für jährige Vögel. Da unterscheiden wir uns in unserer Meinung von vielen Züchtern, welche die These vertreten jährige Tauben müssten für die Zellenfestigkeit und Motivation ein oder zwei Jungtiere groß ziehen.
 

Montag, 16.01.2023
Sascha am 16.01.2023 um 07:36 (UTC)
 Für unsere Nachbar-Reisevereinigung, die RV Werl und Umgegend haben wir auch noch einmal einen Gutschein gestiftet. Gerade hier in der Umgebung müssen wir weiter den Brieftaubensport irgendwie möglichst stark und finanziell unabhängig machen und so versuchen wir innerhalb unseres Regionalverbandes selbstverständlich auch immer andere RVen zu unterstützen.
Der Gutschein gilt für eine Jungtaube nach Absprache. Das könnten wir dann mit dem Ersteigerer des Gutscheins besprechen. Bei uns ist es ja immer so, dass wir die Vögel der ersten und zweiten Zucht aus dem Zuchtschlag zwingend für uns selbst gebrauchen. Von den Weibchen geben wir schon mal, wenn es gewünscht ist, welche ab zum Reisen. Ab der dritten Zucht geben wir dann auch Vögel ab. Die sind dann aber für eine Teilnahme an der Reise meistens zu spät und könnten dann, wie auch junge Weibchen, im nächsten Jahr zur Zucht abgegeben werden.
Die letzte Alternative sind auch noch Jungtauben, die wir nach der Altreise aus den besten Witwern hochziehen. Auch da geben wir gerne schon mal das ein oder andere Tier auf einen Gutschein ab, wenn es gewünscht ist.
Aus allen Paaren, aus denen wir Jungtauben züchten, behalten wir immer auch Tauben für uns selbst. Wir haben selbst keine "Vermehrungs- und Abstammungspaare", aus denen wir dann die Jungtiere auf Gutscheine abgeben. Die Gutschein-Tauben haben immer die gleichen Eltern wie die Tiere, die wir für uns selbst züchten und wo wir hoffen, dass hier und da eine gute Taube dabei ist. Aber gute Tauben zu züchten ist schwierig - das sollte ja auch bekannt sein

Gutschein für eine Jungtaube 2023 nach Absprache
 

Sonntag, 15.01.2023
Sascha am 15.01.2023 um 08:14 (UTC)
 Gestern Abend haben wir in unserer Reisevereinigung unsere jährliche Siegerehrung veranstaltet. Alle Sieger des Reisejahres 2022 wurden noch einmal gebührend ausgezeichnet und gefeiert. Das ist immer eine schöne Sache und es waren auch recht viele Sportfreunde erschienen. Selbst einige Züchter, die im vergangenen Jahr leider keine Auszeichnungen erringen konnten, waren gekommen. Das muss man diesen Sportfreunden (und da handelt es sich um die echten Sportfreunde, denen es oft gar nicht so sehr um irgendwelche Erfolge geht bei der Ausübung unseres Hobbys) einfach hoch anrechnen.
Unser zweiter Vorsitzender betonte während der Siegerehrung, dass es in unserer Reisevereinigung mit etwa 50 reisenden Schlägen immernoch etwas Besonderes ist, wenn man einen der vorderen Plätze in den Meisterschaften erringt oder mit einer Taube einen ersten Konkurs fliegt.
Das sehe ich genauso. Wir haben hier noch recht viele sehr gut reisende und starke Schläge und wenn man da vorne mit dabei sein will, dann muss man schon jede Woche mit seinen Tauben eine sehr gute Leistung hinlegen.
Wir unterhielten uns später am Tisch dann über die vielen "Mini-RVen",die es in Deutschland inzwischen gibt mit acht oder zwölf oder vierzehn reisenden Schlägen. Auch dort kann man sein Hobby sicherlich zu seiner Zufriedenheit ausüben und wenn Sportfreunde es wünschen so zu reisen, dann sollen sie das auch tun. Wie der Verband das dann hinsichtlich seiner Auszeichnungen handhabt, ist noch einmal etwas anderes. Etwas zweifelhaft finde ich es allerdings immer dann, wenn ein Züchter in einer RV mit neun reisenden Schlägen seine 3. RV-Meisterschaft anpreist, als wäre das eine gewaltige Leistung und dann Tauben verkaufen möchte. Oder wenn Sportfreunde in einer relativ kleinen RV reisen und dort an die zwanzig Prozent der eingesetzten Tauben an den Start bringen und darüber prahlen, dass sie viele erste Konkurse geflogen haben....aber auch da geht es leider häufig nur noch um das Geschäft.
In unserer Reisevereinigung haben wir vor einigen Jahren beschlossen, dass wir die wichtigen und guten Leistungen eines Schlages nach Möglichkeit auf ein oder zwei Urkunden drucken. Das spart Papier und der Züchter hat dann mit der Urkunde eine Art "Jahresleistungsübersicht". Ich finde das eine gute Sache. Für besondere Titel wie eine beste Taube der RV oder den ersten Platz in einer Meisterschaft usw. gibt es dann noch einmal eine extra Urkunde und einen Pokal.
Was ich hier in unserer RV auch noch sehr angenehm finde: hier geht bisher niemand der Sieger mit riesigen Taubenzahlen an den Start. Man sieht es woanders ja immer mehr, dass Sportfreunde auch die Altreise mit 100, 120 oder noch mehr Tauben beginnen. Das hatten wir hier bislang gottseidank noch nicht. Es stimmen dann einfach irgendwann die Relationen nicht mehr zu den Züchtern, die mit 15 oder 20 Tieren die Reise beginnen. Und egal in welcher RV man auch reist: mit 120 oder 150 Tieren irgendwo in einer Meisterschaft vorne dabei zu sein ist keine allzu große Kunst, wenn man nur ein wenig von Tauben versteht.

 

Samstag, 14.01.2023
Sascha am 14.01.2023 um 11:41 (UTC)
 Sehr regelmäßig bin ich u.a. durch diese Internetseite im Kontakt mit Sportfreunden, die nicht zu ihrer Zufriedenheit reisen. Manchmal haben sie zu große Verluste, manchmal fliegen sie zu wenig Preise, manchmal beides. Oft erhoffen sich diese Sportfreunde einen Tip oder eine Lösung für ihre Schwierigkeiten.
Das ist aus der Ferne, wenn man die Tauben und den Schlag nicht oder kaum kennt, selbstverständlich kaum machbar. Ich frage dann wie man füttert, wie man die Tauben allgemein führt, welche Beiprodukte eingesetzt werden usw.
Es dauert dann oft eine Weile und irgendwann platzt es dann aus diesen sportfreunden heraus: "Ich hatte auf Anraten von XY mal dieses oder jenes Medikament eingesetzt. Aber das hat auch nichts gebracht." Im Anschluss kommt dann oft die Frage: "Waas gibst du denn?"
Ich versuche dann zu erklären wie wir es hier mit der Gesunderhaltung der Tauben machen, mit Impfungen, Medikamentengaben, Beiprodukten usw. Wir haben da für uns ja eher eine Art "Jahreskonzept".
Wenn wir im Frühjahr nach einem Tierarztbesuch, z.b. Anfang März mit den Reisetauben, noch groß anfangen müssten gegen dieses und jenes zu behandeln und zu kuren, dann wäre für uns ein Reisejahr mit sehr guten Leistungen schon kaum möglich.
Deswegen ist unsere Taubenversorgung darauf angelegt die Tauben so zu versorgen, dass sie aus sich selbst heraus und mit Hilfe von einige Impfungen (Salmonellen, PMV/Rota, Pocken) weitgehend gesund bleiben können.
Bei den Sportfreunden, die wenig erfolgreich reise, höre ich immer wieder heraus dass sie glauben, ihre mangelnden Erfolge lägen in erster Linie an mangelnder Gesundheit der Tauben und sie erhoffen sich dann Tipps mit welchen Medikamenten es möglicherweise besser geht.
Frage ich genauer nach was sie schon alles ihren Tauben gegeben haben, dann berichten die Sportfreunde oft sehr ehrlich von allen möglichen Präparaten, die sie über das Futter oder das Wasser verabreicht oder vielleicht gespritzt haben. Oftmals fehlen mir dann die Worte.
Der Glaube daran, dass es nur ein Medikament oder irgendein Wundermittel sein muss, dass dazu führt, dass man endlich erfolgreicher fliegt, ist sehr tief verwurzelt in der Züchterschaft.
Selbstverständlich gibt es nicht wenige Sportfreunde, die erfolgreich fliegen und die sehr regelmäßig diverse Medikamente einsetzen. Manchmal sogar wöchentlich. Ich denke nur, dass diese Züchter nicht viel weniger gut reisen würden, wenn sie ihren Medikamentengebrauch deutlich senken würden.
Ebenso gibt es sehr gut reisende Schläge, bei denen man schon anhand der Preislisten sieht, wann sie ein Medikament oder etwas ähnliches eingesetzt haben. Sobald ein Flug etwas schwächer ist - immer bezogen auf einen sehr gut reisenden Schlag - fliegen diese Schläge beim nächsten Wettflug oft die "Pfannen vom Dach".
Natürlich kann man mit einem gezielten System - auch bezogen auf Medikamentengaben - die Leistungen stabilisieren und besser machen. Vielleicht auch hier und da mal einen Spitzenpreis mehr fliegen.
Aber ohne die gute Taube nützt das alles nichts. Und ohne dass ich sehe, ob die gute Taube in Form ist, wo ich vielleicht etwas an der versorgung ändern muss, wo ich die Fütterung anpassen muss usw. kann ich Medikamente geben noch und nöcher - es wird dann niemals zufriedenstellend sein.
Wir haben beispielsweise in unserem Schlag im letzten Jahr vor der Reise lediglich eine Trichomonadenbehandlung über sechs Tage gemacht. Die Tauben sahen so gut aus, dass ich mir gar keine Gedanken gemacht habe gegen irgendwelche Atemwegserreger "blind" zu behandeln oder gegen Erreger im Darmbereich oder gegen Pilze und was es da sonst noch so gibt. Die Tauben sahen super aus und die ersten Flüge waren hervorragend mit einer Reiseleistung im Schnitt um die 60 oder mehr Prozent. Es wäre mir niemals eingefallen da etwas zu unternehmen medikamentös.
Leider verlief der sechste Preisflug sehr schwer und da habe ich mich bzgl der Versorgung mal wieder ein wenig verrückt machen lassen. Weil die Tauben über den ganzen Tag und auch am nächsten Tag noch kamen, hatte ich bedenken, dass sie sich unterwegs "etwas eingefangen" hatten.
Auf dem folgenden Flug begannen wir mit dem ersten Konkurs in der RV und dem zweiten Konkurs im Regionalverband und das hätte mir eigentlich zeigen müssen, dass alles ok ist. Aber man macht ja Fehler und ich hatte mir vorgenommen den Tauben zumindest etwas gegen Trichomonaden zu geben. Das habe ich dann nach dem achten Preisflug getan und prompt - man wird ja nicht schlau - war der kommende Flug der wohl schwächste unserer Reisesaison mit recht wenigen "Prozenten" und ohne spitze.
Und diesen Fehler habe ich nun schon öfter gemacht. Unsere Tauben erhalten so selten ein Medikament gegen Trichomonaden, dass eine Behandlung in der Reise praktisch immer die Form unserer Tauben erheblich in den Keller drückt. Und trotzdem habe ich den Fehler schon öfter gemacht und in der Reise etwas gegen Trichomonaden gemacht mit Metronidazil Kropfspülung oder BS über das Wasser oder Ronidazol-Tabletten. Ich habe mir fest vorgenommen diesen Quatsch nie wieder zu machen. Ein Mittel gegen Trichos gibt es für unsere Tauben nicht mehr in der Reise.
Das bedeutet nun nicht, dass das für jeden Schlag so richtig wäre. Bei anderen Züchtern ist es vielleicht mal dringend nötig. Aber es soll als Beispiel dafür dienen wie Medikamentengaben auch mal die Form senken können und dass es nicht so einfach ist einfach dieses oder jenes zu geben und dann fliegen die Tauben plötzlich.
Was in für den einen Bestand richtig sein kann, das kann für den nächsten -Bestand völlig falsch sein. Man muss seine Tauben kennen, sehen ob etwas im Argen liegt und dann wissen, was zu tun ist. Gerade Letzteres fällt aber einfach vielen Züchtern schwer, weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Man soll das und das und das geben und das wird dann gemacht und wenn es nicht läuft, dann wieder das nächste. Und es gibt Sportfreunde, die werden dann immer extremer mit allen möglichen Mitteln und Medikamenten und wenn es dann trotzdem nicht gut läuft, dann muss am Ende immer noch Lage, Wind und Flugleiter herhalten.
Um noch einmal auf unser letztes Jahr zurück zu kommen: nach der Behandlung gegen Trichomonaden war in unserem Bestand die große Form weg und kam auch nicht mehr wieder für die letzten Flüge. Die Ergebnisse waren immernoch ordentlich, aber es fehlten v.a. die spitzenpreise. Vielleicht habe ich auch in der Versorgung Fehler gemacht oder vielleicht war auch eine andere Infektion unterschwellig vorhanden (Atemwege o.ä.). Aber auffällig war schon, dass die nachlassende Form mit der Trichomonadenkur einher ging und dass ich das nicht zum ersten Mal beobachtet habe, sondern dass dieses nun schon öfter mal der Fall war in den vergangenen zehn oder fünfzehn Jahren.
Eines steht für mich fest: wenn die Taubenqualität nicht stimmt, dann kann ich keine Spitzenpreise und hohe Prozentzahlen fliegen - egal was ich auch anstelle. Sehr gute Tauben kommen besser und leichter in Form und halten diese auch einfacher. Hier und da etwas mehr Form heraus zu kitzeln ist sicher möglich mit Motivation oder dem ein oder anderen Produkt. Aber so etwas kann eben genauso gut immer nach hinten los gehen.
Am Ende bleibt immer nur die Suche nach der guten Taube. Alles andere ist dann nur Ergänzung um diese gute Taube in gute Verfassung zu bringen.
 

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