| Wir haben hier obwohl es noch März ist, richtiges "April-Wetter". Regen, Sonne, Wind und Windstille wechseln sich immer wieder ab. Es ist gottseidank nicht so kalt, sodass man es draußen oder auf den Taubenschlägen einigermaßen aushalten kann. Das Wetter scheint auch noch einige Zeit so zu bleiben, es wird wohl auch zwischendurch nochmal deutlich kühler, sodass viele Sportfreunde hier in der Gegend ihre Tauben nur sehr schwer in den regelmäßigen Freiflug bekommen. Womit man wieder die Frage diskutieren muss ob es wirklich notwendig ist schon Mitte April Vorflüge anzupeilen und Ende April bzw. am ersten Mai hier Preisflüge anzusetzen. Ich finde das nicht notwendig und hielt es für besser mit etwas mehr Geduld an die Reise heranzugehen. Insbesondere im Sinne der Tauben, die oft mehr als ein halbes Jahr festgesessen haben, hielte ich es für sehr wichtig die Reise etwas später zu beginnen. Aber das ist oft eine müßige Diskussion, die nicht zum Ziel führt.
Im Zuchtschlag habe ich in den letzten drei Tagen fast alle Jungtiere geringt. Es kommen morgen nochmals vier Junge dazu, dann nochmal zwei und dann ist die erste Runde mit 38 Jungtieren innerhalb ganz kurzer Zeit beringt. Und dann kann ich alle Jungtauben, die bei uns bleiben, auch praktisch gleichzeitig absetzen. Einige junge Weibchen gehen aber auch zu anderen Züchtern um dort gereist zu werden. Insgesamt ist es aber ausgesprochen angenehm für den Züchter wenn man in zwei, drei Tagen alle Jungtiere absetzen kann und die Runde sehr gleichmäßig alt ist. Es macht es alles etwas einfacher.
Die Zuchttauben haben hier seit dem Schlüpfen der Jungen nur Futter, Wasser und reichlich Mineralien bekommen und die Jungtiere sahen jetzt beim Beringen hervorragend aus. Es soll mir bitte niemand mehr erzählen, dass zig Beiprodukte notwendig sind um ein gutes, gleichmäßiges Gelege und gut aufwachsende Jungtiere zu haben. Das ist großer Quatsch! Vielleicht kann man neben den Mineralien mal ein Multivitamin geben oder auch mal Grünzeug oder etwas tierisches Eiweiß. Aber dann ist es auch wirklich gut. Man will zwar schöne Jungtiere haben, aber ich möchte auch keine "Fettklöße" aufziehen, die schon beim Absetzen eine verfettete Leber haben. Insofern sind ein gutes Zuchtfutter und viele Mineralien (übrigens ohne diverse Lockstoffe wie Sämereien, Bäckereierzeugnisse usw,) eigentlich schon fast ausreichend für eine gute Jungtieraufzucht. | | |
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