Brieftauben Mimberg

NEUIGKEITEN

Brieftauben-Mimberg bei Facebook *Klick*
Dienstag, 25.03.2025
Sascha am 25.03.2025 um 17:38 (UTC)
 Da die Witwer seit einiger Zeit getrennt sind sind sie beim Freiflug jetzt schon recht ordentlich unterwegs. Ich versuche sie aktuell für etwa 20 Minuten auszusperren und danach lasse ich die Ausflüge offen und dann können sie machen was sie wollen so lange bis ich sie wieder herein rufe. Dann bekommen sie beim Hereinkommen zunächst einige Erdnüsse und dann die Zuchtmischung reichlich zum Aussuchen, denn die Vögel müssen jetzt nach der langen Ruhephase erst einmal Substanz aufbauen.
Ich denke dass ich die Vögel bald aber mal wieder mit ihren Weibchen zusammen laufen lasse, denn sonst werden sie mir zu früh zu wild und die Paarbindung soll auch erhalten bleiben. Es hängt auch ein wenig davon ab wie sich das Wetter in der nächsten Zeit entwickelt und wie sich der Freiflug weiter gestalten kann.
Im Zuchtschlag läuft weiter alles nach Plan. Die Alttauben fangen langsam wieder an zu paaren und morgen werde ich in die Zellen für das zweite Gelege eine zweite Nistschale stellen. Die Jungtauben wachsen ausgezeichnet und liegen den ganzen Tag über immer zufrieden in ihren Nestern. Das Standfutter macht sich da wirklich bezahlt und erspart mir deutlich Arbeit. Alle drei, vier Tage wird der Schlag sauber gemacht, auch um die Nistschalen herum und der Kot sieht dabei ganz ausgezeichnet aus. Damit bin ich bislang wirklich sehr zufrieden.
Aktuell überlege ich noch wie ich es dann nach der zweiten Zucht, die ich noch für unseren Bedarf brauche, mit der dritten Zucht mache. Normalerweise ziehe ich da durchaus noch einige Jungtiere auf, aber in diesem Jahr weiß ich es noch nicht, denn ich möchte den Bestand eher verkleinern. Für Gutscheine etc. werden ohnehin noch einige Tiere der dritten Zucht aufgezogen. Soweit ist es aber noch längst nicht.
 

Montag, 24.03.2025
Sascha am 24.03.2025 um 06:30 (UTC)
 Ein großes Thema auf der Reise zu Henk de Weerd am Wochenende war leider der Manipulationsfall, der jetzt wohl im Regionalverband 250 nachgewiesen wurde.
Dort hatte anscheinend mindestens in der vergangenen Saison ein Züchter sein Amt als Beauftragter für die Konstatiersysteme missbraucht um die Flugergebnisse zu manipulieren. Der Ärger und die Aufregung sind nachvollziehbarerweise sehr groß. Besonders die Sportfreunde im Regionalverband 250 sind
zurecht extrem wütend über das was dort abgelaufen ist. Leider gibt es immer mal wieder einzelne Personen im Brieftaubensport, die unser Hobby missbrauchen.
Ich möchte im Einzelnen gar nicht darauf eingehen was dort gemacht wurde und was nun im Ergebnis bei der Verhandlung dieser Angelegenheit herausgekommen ist.
Man sollte bei allem Ärger jedoch nicht vergessen, dass die
Verantwortlichen, die einen solchen Fall verhandeln müssen - und solche Fälle verhandeln sie sicherlich nicht gerne - sich immer an Recht, Gesetz und unsere Satzungen halten müssen, wenn es um eine Urteilsfindung geht. Dass die
Person, die nun wohl betrogen hat, auch noch Mitglied unseres Verbandspräsidiums war, macht die Angelegenheit nochmal delikater und schwieriger.
Solange es unseren Brieftaubensport gibt hat es leider immer wieder einzelne Betrüger und Betrugsfälle gegeben. Wichtig ist, dass man daraus lernt und die Lücken im System schließt, sodass es auf diese Weise nicht wieder vorkommen kann. In diesem Fall wäre es auch wichtig, dass die Hersteller der elektronischen Konstatiersysteme einen Weg finden zu
verhindern, dass man in der Art, wie es nun geschehen ist, manipulieren kann.
Persönlich bin ich der Meinung, dass es im Brieftaubensport inzwischen um so viel Ansehen und Geld geht, dass man immer wieder damit rechnen muss, dass jemand versucht zu betrügen. Darunter leider alle anderen Sportfreunde, die erfolgreich oder weniger erfolgreich unser Hobby
betreiben. Man kann nur hoffen, dass dieser Fall im Moment der einzige Fall im deutschen Brieftaubensport war. Selbstverständlich sind dann die Verantwortlichen im Verband gefordert den Betrugsfall nach den geltenden Statuten zu verhandeln. Ich denke auch, dass der betroffene Regionalverband versuchen muss Wege zu finden, dass so etwas nicht wieder vorkommen kann.
 

Samstag, 22.03.2025
Sascha am 22.03.2025 um 18:16 (UTC)
 Heute habe ich an einer Busreise in die Niederlande zu Tierarzt Henk de Weerd teilgenommen. Wie in jedem Frühjahr seit vielen Jahren hatte der Sportfreund Thomas Sprick aus dem Regionalverband 250 wieder eine Fahrt organisiert und viele Taubenfreunde aus unterschiedlichen Reisevereinigunen und Regionalverbänden waren zur Teilnahme an diesem Ausflug zusammengekommen.
Wir konnten zunächst die Tierarztpraxis von Henk de Weerd besichtigen und es wurde alles ausführlich erklärt. Zwischenzeitlich war auch Gelegenheit einige Fragen zu stellen, die uns dann kompetent beantwortet wurden. Später ging es dann zur Schlaganlage von Henk de Weerd. Dort war ein Schlagpfleger gerade dabei einige Reisetauben zu trainieren. Wir durften uns alles ansehen und auch dort nochmals Fragen an den Tierarzt oder auch den Schlagpfleger stellen, die sehr kompetent beantwortet wurden. Es gab einen kleinen Imbiss und kühle Getränke und bei tollem Wetter konnten wir dort schöne Stunden verbringen. Auf der Rückfahrt wurden unter den Teilnehmern noch einige Tauben verlost. Es war insgesamt ein rundum gelungener Tag. Insbesondere auch deswegen, weil man immer wieder Gelegenheit hat mit Taubenzüchtern über die eigenen RV- und Regionalverbandsgrenzen hinaus interessante Gespräche zu führen.










 

Freitag, 21.03.2025
Sascha am 21.03.2025 um 13:38 (UTC)
 Im Zuchtschlag sind nun bis auf zwei Jungtiere alle Jungtauben geringt. Es geht alles sehr schnell, wenn sie erst einmal geschlüpft sind. Aber bisher geht alles sehr problemlos mit dem Aufwachsen der Jungtiere. Der Vorteil bei Standfutter im Zuchtschlag ist, dass man nie einmal ein Jungtier piepen und betteln hört. Sie liegen alle ruhig und zufrieden in ihren Nestern. Es wird häufig erzählt, dass die Zuchttauben ihre Jungtiere nicht so gut füttern, wenn sie den ganzen Tag über Futter zur Verfügung haben, aber diese Erfahrung habe ich noch nie gemacht. Im Gegenteil: die Jungtauben haben immer etwas Futter im Kropf.
Die Reisevögel bekommen nun so gut es geht und so wie die Zeit es zulässt ihre ersten Freiflüge. Wie in jedem Jahr unter Aufsicht und zunächst auch nicht allzu lange. Sie dürfen fliegen, auf dem Dach landen, fliegen, rein und raus gehen für etwa eine Stunde und dann werden sie wieder hereingerufen. In ein paar Tagen werde ich dann ein etwas strengeres Regiment führen und alle Vögel müssen für eine gewisse Zeit außerhalb des Schlages sein. Aber das hat noch etwas Zeit.
Als Futter erhalten die Reisevögel nun noch für längere Zeit das Zuchtfutter, welches auch die Zuchttauben erhalten und auch immer satt und reichlich, sodass die Vögel aussuchen können was sie fressen möchten. Gerade jetzt sollen die Reisetauben erst einmal wieder Muskulatur und Kondition aufbauen und das tun sie sicherlich nicht mit einer knappen und leichten Fütterung. Außerdem erhalten die Vögel jeden Tag frisch zur freien Aufnahme reichlich Mineralien.
Ich hatte vor einiger Zeit hier darüber geschrieben, dass der erste Zuflieger des Jahres schon auf den Volieren herumlief. Ich konnte die Taube mehr als zwei Wochen lang nicht fangen, aber jetzt ist es mir gelungen. Was soll ich sagen? dieser schöne jährige Vogel war schon im vergangenen Jahr als Zuflieger hier. Ich hatte ihn einige Male mitgenommen und fliegen lassen. Aber er war immer zu uns zurück gekommen. Eine Meldung der Taube scheiterte daran, dass ich unter der Handy-Nummer auf dem Telefonring niemanden erreichen konnte und auch der Vorsitzende aus dem Vereins-Register nicht zu erreichen war. Der Verein ist aus dem Ruhrgebiet. Als wir dann in den Urlaub zur Nordsee fuhren habe ich die Taube nochmals mitgenommen und an der A31 an einem Rastplatz fliegen lassen in der Hoffnung, dass sie dann ins Ruhrgebiet zurückkehrt. Wo der Vogel dann über den Winter gewesen ist weiß ich nicht. Aber jetzt ist er wieder bei uns. Er hat etwas ausgewaschene Federn. Aber die Taube gefällt mir einfach. Vielleicht erreiche ich den Besitzer des Vogels doch noch einmal irgendwie und kann ihn melden.

 

Dienstag, 18.03.2025
Sascha am 18.03.2025 um 07:05 (UTC)
 Nicht nur wir Menschen scheinen manchmal morgens nach dem Aufstehen ein wenig durcheinander zu sein, sondern auch unsere Tauben. So wunderte ich mich gestern als ich in den Zuchtschlag kam, dass in einer der Zellen einige Unruhe herrschte. Als ich nachschaute saß dort eine Täubin auf dem falschen Nest und die Täubin, die eigentlich auf dem Nest sitzen musste, versuchte das Weibchen dort hinunter zu treiben.
Das Weibchen, welches sich auf das falsche Paar Jungtauben gesetzt hatte, konnte dort noch nicht lange sitzen, denn ihre eigenen Jungtiere zwei Zellen tiefer, waren warm und in guter Verfassung. Das Weibchen war wohl zum Fressen oder Saufen von ihren Jungtieren gegangen und hatte dann die Zelle angeflogen, in der sie im vergangenen Jahr ihre Gelege aufgezogen hatte. Ich habe sie dann von den Jungtieren genommen und auf ihre richtigen Jungtauben gesetzt und dann war alles in Ordnung. Aber man weiß natürlich nicht was passiert wäre, wenn ich nicht gerade zufällig zum Schlag gegangen wäre. Aber auch Tauben sind scheinbar morgens nach dem Schlaf und dem Fressen noch manchmal ein wenig verwirrt.
Die Zuchttauben haben in ihren Schlägen in diesem Jahr während der Zuchtperiode Futterautomaten stehen. Das ist für mich eine enorme Erleichterung, da ich nicht so oft in den Schlag laufen muss. Ich beobachte aber, dass die Tauben oft nur bestimmte Körner fressen und jene Körnersorten, die sie nicht so gerne fressen, dann unten in den Automaten liegen bleiben. Ein befreundeter Züchter. der ebenfalls die Automaten nutzt und der etwas früher angepaart hatte, hatte mir schon Ähnliches berichtet.
Ich mache es nun so, dass ich einmal pro Tag den normalen Futtertrog im Schlag fülle. Dort können die Tauben fressen. Ich fülle ihn so, dass in etwa keine Reste bis zum nächsten Tag liegen bleiben. Wenn die Tiere darüber hinaus noch fressen wollen so können sie sich dann auch an den Automaten bedienen, die immer gefüllt sind.
Idealerweise hätte man allerdings ein Zuchtfutter, in dem nur Körner enthalten sind, welche die Tauben in der Zuchtphase auch gerne fressen und die sie zur Aufzucht ihrer Jungtiere benötigen. Allerdings würde so ein Futter wohl extrem teuer. Mich würde es reizen einmal jede Körnersorte getrennt anzubieten in dafür vorgesehenen Futterautomaten um dann zu schauen was die Tauben in welcher Phase der Jungtieraufzucht so fressen. Das wäre sicherlich sehr spannend. Wäre ich ein Futterhersteller, dann würde ich dieses auf Testschlägen sofort umsetzen lassen, um dann aus den Beobachtungen und Ergebnissen ein optimales Zuchtfutter zusammen zu stellen.
Ergänzend zur Fütterung bekommen die Zuchttauben nun jeden Tag frische Mineralien. Diese habe ich folgendermaßen zusammengestellt:
ich habe 5 Teile Picobal der Firma Klaus und 1 Teil Paloma Taubengrit mit Anis gemischt. Dazu gebe ich eine handvoll Luvos Heilerde, eine handvoll Mineralpulver von Dr. Marien, eine halbe handvoll Bierhefe, eine halbe handvoll Proteinpulver aus der Drogerie und ein wenig gemahlene Holzkohle. Weiterhin bekommen die Tauben dann noch Röhnfried Leckerstein und den Pickstein der Firma Natural.
Auch da kann ich beobachten, dass die Tauben mal dies und mal das etwas mehr aufnehmen. Aber ich denke mit dieser Mischung und Auswahl haben sie alles was sie für die Jungtieraufzucht brauchen. Etwa zwei Mal in der Woche bekommen die Tauben dann noch über eine Tränke, die aber schnell geleert ist, sodass ich sie wieder mit frischen Wasser auffüllen kann, das Produkt "Aufzuchthilfe" von Tierarzt Sudhoff, welches alle Vitamine und sehr viel Methionin enthält. Ich rühre es in handwarmem Wasser an. Dann löst es sich besser. Die Tränke stelle ich dann am Vormittag hin und wechsele sie nach einigen Stunden. Meistens mache ich das, wenn ich einen Tag frei habe, sodass das nicht immer ganz regelmäßig passiert. Aber darauf kommt es ja auch nicht an.




 

Sonntag, 16.03.2025
Sascha am 16.03.2025 um 06:26 (UTC)
 Unsere Witwerweibchen sitzen ausserhalb der Zeit in der sie verpaart sind immer in einer offnenen und überdachten Voliere. Diese Voliere ist besteht sowohl seitlich, als auch am Boden, vollständig aus Volierendraht. Die Voliere hat in ihrem oberen Bereich mehrere Sitzstangen auf der sich die Täubinnen zumeist aufhalten und dieser oberere Teil der Voliere ist zu allen Seiten mit einem relativ dicken Windschutznetz verkleidet. So sind die Weibchen relativ geschützt.
Mit den so untergebrachten Täubinnen haben wir sehr wenig Arbeit und sie sind stets kerngesund. Während der Reisezeit lasse ich die Weibchen dann aus der Voliere fliegen, sie springen dann oben auf dem Hausdach in die Witwerschläge ein und ich zeige sie den Reisevögeln. Nach dem Flug, wenn ich die Tauben trenne, werden die Weibchen dann in Körben wieder in die Voliere gebracht.
Die Voliere leistet uns nun schon sicherlich 35 Jahre lang gute Dienste. Gestern musste ich allerdings den Drahtboden einmal wieder erneuern und eine Mittelstrebe ersetzen. Wenn man handwerklich so ungeschickt ist, wie ich, ist das schon ein größeres Unterfangen, dass zeitweise ein wenig einer Selbstverstümmelung gleicht, aber inzwischen ist die Arbeit getan und die Weibchenvoliere hat nun wieder eine neue Strebe im Bodenraum und vollständig neuen Draht.
Während ich dort arbeitete ging ein Nachbar mit seinem Hund dort vorbei und bemerkte: "Mit deinen Tauben das ist aber auch ein Full-Time-Job. Du hast ja ständig etwas zu tun. Ich sehe das ja immer." Ich habe ihm bezüglich dieser spaßigen Bemerkung zugestimmt. Es ist tatsächlich so, dass ich mich den ganzen Tag über mit den Tauben beschäftigen könnte und wenn man nicht arbeiten müsste und auch noch Familie hätte, dann könnte die Beschäftigung mit den Brieftauben trotzdem den ganzen Tag ausfüllen. Es gibt immer etwas zu tun. Aber das scheint mir doch allemal besser als stumpf vor dem Fernseher zu liegen oder am Computer zu sitzen usw. Brieftauben können ein wunderschönes Hobby sein. Es muss nur für jeden irgendwie planbar bleiben. Aber leider haben wir es uns in Deutschland in der Reisesaison angewöhnt vieles völlig unplanbar zu gestalten und ständig die Flüge und besonders die Einsatzzeiten zu verlegen und machen uns damit selbst das Leben schwer. In dieser Hinsicht ist man uns im belgischen und niederländischen Brieftaubensport um Längen voraus.
 

<- Zurück  1  2  3  4  5  6  7  8 ... 213Weiter ->