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Dienstag, 18.02.2025
Sascha am 18.02.2025 um 06:50 (UTC)
 Bei meinen Überlegungen die Reisetauben künftig entsprechend vor und in der Reisesaison mit einer Art Standfutter zu versorgen kam mir die Idee entweder ein Futter einzusetzen, welches Korrels oder Pellets enthält oder aber Korrels bzw. Pellets dem Futter zuzusetzen. Hintergrund zu dieser Überlegung ist, dass ich damit eine gewisse Grundversorgung v.a. mit einigen Vitaminen und Mineralstoffen sicherstellen würde, die ich dann nicht über die Tränke geben oder an das Futter mischen müsste.
wir haben hier vor Jahren schon einmal Korrels eingesetzt. Das war die "Omega-3-6-9-Korrels" von Cede und das "Nutri-Power" von Natural. Beide wurden gut aufgenommen. Wir haben sie alledings damals extra in der Zelle gefüttert mit einigen Sämereien und Mineralien. Beide Korrels werden aber, soweit ich weiß, nicht mehr hergestellt.
Nun gibt es diverse Futtermischungen von verschiedenen Firmen (Versele-Laga, Beyers, Vanrobayes, Mifuma usw.), die Korrels enthalten. Es wäre also kein Problem solche Mischungen zu verfüttern und die Tauben frühzeitig an das Fressen der Korrels zu gewöhnen. Ich frage mich allerdings ob die Tauben sie auch fressen, wenn sie immer ausreichend Futter als Standfutter haben oder ob die Korrels dann liegenbleiben. Ich habe da leider keinerlei Erfahrungen.
Eine andere Möglichkeit wäre, dass ich mir ein oder zwei der Mineralmischungen kaufe, in denen auch Korrels enthalten sind. Ich bin eigentlich nicht so ein Freund der Mineralienmischungen, in denen alles mögliche enthalten ist, damit die Tauben viel davon fressen. Also z.b. Backerzeugnisse, Ölsaaten, gemahlene Nüsse, diverse Öle, Zuckerstoffe usw. Ich denke mir immer: kein Verbraucher weiß am Ende wie diese Mischungen in den Plastikeimern elagert wurden und schnell können da diverse Inhaltsstoffe einmal ranzig oder schimmelig werden und dann hat man die Probleme im Schlag. Deswegen haben wir in den letzten Jahren mit dem Picobal von der Firma Klaus immer eine reine Mineralienmischung ohne Zusätze gereicht und für die Tauben hat das allemal ausgereicht.
Eine letzte Überlegung wäre weiterhin einfach das Picobal zu reichen und diesem dann die Korrels, die ich getrennt kaufe, zuzusetzen. Unsere Tauben erhalten in der Zucht-, Reise- und Mauserzeit eigentlich immer täglich frische Mineralienmischung. Wenn ich dieser nun die Korrels zusetze zu einem gewissen Prozentsatz und die Tauben damit täglich versorge, dann können sie die Korrels aufnehmen wie sie möchten. Sie müssen sie natürlich gut kennen und gerne fressen. Es würde also jetzt langsam Zeit sie daran zu gewöhnen. Ich werde noch einige Informationen einholen und dann einmal schauen wie ich es angehe.
Was ich mich ansonsten frage: in den Korrels und Pellets der unterschiedlichen Anbieter sind Vitamine enthalten. Um die Pellets haltbar zu machen müssen diese nach meiner Vorstellung ja erhitzt werden. Nun stellt sich für mich die Überlegung ob die Vitamine also im Produktionsprozess nicht zerstört werden und ob sie wirklich im Pellet hatbar und stabil sind. V.a. sind ja die fettlöslichen Vitamine enthalten (Also die Vitamine A, D. und E). Einige Korrels enthalten laut Auszeichnung auch B-Vitamine. Da frage ich mich ob Letztere wirklich stabil und haltbar und in nennenswerter und für die Taube nützlicher Menge enthalten sind.
Insgesamt ist das für mich an sehr interessantes Thema, denn bei der Umstellung auf Standfutter möchte ich eben darauf verzichten irgendwelche Beiprodukte an das Futter zu rühren und über das Trinkwasser geben wir hier seit vielen Jahren eher wenig in der Reisezeit, weil wir möchten, dass die Tauben immer ausreichend trinken.
 

Montag, 17.02.2025
Sascha am 17.02.2025 um 06:42 (UTC)
 Gestern habe ich die Zuchttauben jeweils zu mehreren Paaren aus ihren Zellen gelassen und dann wechselweise wieder festgesetzt. Später erhielten sie dann ihre Nistschalen. Wir nutzen hier immer herkömmliche Ton-Nistschalen. Seit einigen Jahren klebe ich in diese mit doppelseitigem Klebeband Nesteinlagen hinein. Das gefällt mir sehr gut. Trotzdem bekommen die Tauben ab morgen, nachdem ich sie heute dann komplett aus ihren Zellen entlasse, reichlich Stroh zum Schleppen und zum Nestbau. In der Regel haben die Paare dann sehr schöne Nester und ich denke, dass es auch wichtig ist, dass die Tauben ihrem natürlichen Trieb zum Nestbau nachkommen können.
Ab Mitte und zum Ende der Woche wird es dann auch deutlich wärmer, sodass die Eiablage der Tauben dann bei fast frühlingshaften Temperaturen stattfinden kann.
Gefüttert habe ich bisher durchgängig, obwohl die Tauben während dieser Paarungszeit nicht so viel fressen, ein Zucht- und ein Mauserfutter von Paloma, die ich gemischt habe und habe eine handvoll Hanf und Sämereien zugesetzt. Über die Tränke gab es seit der Paarung zwei Mal Belgabion von de Weerd gemischt mit etwas Tollyamin. Als Mineralien haben die Tauben täglich frisch Picobal von Klaus zur Verfügung, da hinein habe ich noch etwas Rotstein, Heilerde und rotes Mineralpulver gemischt.
Ein Herbstvogel aus dem Jahr 2023, den ich extra für die Zucht gezogen hatte und nun erstmals angepaart hatte, ist extrem wild und treibt seine Täubin, sobald sie aus der Zelle sind, unaufhörlich, sodass sie kaum fressen oder saufen kann. Das kommt bei unseren Vögeln, wenn sie noch etwas jünger sind und das erste Mal verpaart werden, immer mal wieder vor. Ich muss das ein wenig beobachten, denn wenn dei Weibchen gar keine Ruhe haben, ist es auch nicht wirklich gut. Es wird sich irgendwann geben, aber das kann erfahrungsgemäß auch eine ganze Weile dauern. Manchmal macht es dann Sinn, dass ich, wenn ich Zeit habe, den Vogel mal ein oder zwei Stunden vom Schlag nehme, damit die Täubin zur Ruhe kommt und fressen und saufen kann. Ich will aber erst einmal abwarten wie sich die Situation so entwickelt. Insgesamt bin ich mit dem Verlauf der Verpaarung bisher sehr zufrieden.
 

Sonntag, 16.02.2025
Sascha am 16.02.2025 um 06:55 (UTC)
 Vor einiger Zeit hatte ich hier über einen Artikel aus der Zeitschrift "Brieftaubensport International" geschrieben, in dem über den Sportfreund Winfried Helmerichs berichtet wurde, der seit einigen Jahren sehr erfolgreich in den Niederlanden reist. In diesem Beitrag betonte Sportfreund Helmerichs, dass er neben der Auswahl an Flügen, die er in den Niederlanden hat, den Brieftaubensport dort deutlich familienfreundlicher empfindet, weil die Einsatztermine schon vor der Saison feststehen und das ganze Hobby viel planbarer ist.
Im aktuellen "Taubenmarkt" findet sich nun ein Schlagbericht über den Sportfreund Rainer Schwarte, der ebenfalls seit einigen Jahren den Brieftaubensport in den Niederlanden sehr erfolgreich ausübt. Ich möchte heute einmal aus diesem Artikel zitieren:
"Warum der Wechsel von Deutschland nach Holland? (...) "Die großen Auflässe von 15.000 Tauben haben mich gereizt. Dazu kann man sich die Disziplinen, die man verstärkt spielen möchte, Vitesse, Midfond, Eendaagse Fond selber aussuchen. (...) Es wird mehr auf die Bedürfnisse des Züchters geachtet in den Niederlanden. Das kurzfristige Verschieben von Auflässe in Deutschland war für Rainer auch ein Dorn im Auge, denn eine optimale Vorbereitung auf den Wettflug ist dadurch für das arbeitende Volk schwierig. Die zwei Tage Korbaufenthalt bei Flügen über 350 KM sind ebenfalls ein Plus für die Tauben, so Rainers Meinung."
Der Sportfreund Jürgen Ruers, der diesen Artikel verfasst hat, hat mich vor einigen Jahren mal in einer anderen Angelegenheit angerufen und wir kamen damals ins Gespräch und er berichtete mir, dass er ebenfalls seit sehr vielen Jahren schon in den Niederlanden reist und damit sehr zufrieden ist.
Ich habe damals schon darüber nachgedacht ob Ähnliches nicht hier in Deutschland auch möglich wäre und habe auch hier in diesem Blog immer mal wieder darüber geschrieben. Auch wenn wir hier in Deutschland einige andere Vorraussetzungen haben bzgl der Züchterdichte, der Fahrer von Kabis usw. so sollte es doch möglich sein dass wir uns dem niederländischen Ansatz zumindest annähern. Aber trotz der Arbeit eines Innovationsteams und trotz diverser Reformbemühungen einzelner Züchter kommen wir einfach nicht von der Stelle. Stattdessen diskutiert man in der Mitgliederversammlung darüber, wie man den Druck auf Züchter und RVen erhöhen kann, die sich dem starren deutschen System nicht anpassen wollen und sie zum Mitmachen quasi zu zwingen und man spricht ellenlang darüber, ob es Sinn macht auch noch weitgehend beliebige Wochentage für Wettflüge frei zu geben. Und als fortschrittlichste Errungenschaft aus der Mitgliederversammlung feiert man dann die Einführung einer deutschen Mittelstreckenmeisterschaft, die über weniger Flüge und auf etwas kürzere Entfernungen ausgeflogen wird.
Auch im niederländischen Brieftaubensport sinken die Mitgliederzahlen und auch dort gibt es teilweise Uneinigkeit und Auseinandersetzungen. Das bringt der Wettbewerbscharakter unseres Hobbys und das Erfolgsstreben einzelner Züchter vielleicht auch einfach so mit sich. Aber der Altersschnitt der Sportfreunde in den Niederlanden ist doch deutlich geringer als hier in Deutschland, weil es immer mal wieder gelingt jüngere und berufstätige Züchter für unser Hobby zu begeistern. Das wiederum hat eben mit den Strukturen im niederländischen Taubensport zu tun. Mit Wahlmöglichkeiten, mit fester Terminplanung und einfach mehr Familienfreundlichkeit.
Hier bei uns in Deutschland praktizieren wir aktuell das komplette Gegenteil von dem was wirklich notwendig wäre um unser Hobby irgendwie zukunftssicher zu machen. Wir wollen Züchter zwingen über die Lage ihres Schlages in bestimmten Vereinigungen zu reisen. Wir wollen sie zwingen an deren Programm und an keinem anderen teilzunehmen. Nun wollen wir auch noch die Weitstreckenspieler in dieses viel zu enge und starre Korsett zwingen und am Ende wundern wir uns, dass die Mitgliederzahlen rapide sinken und die Unzufriedenheit immer größer wird.
 

Samstag, 15.02.2025
Sascha am 15.02.2025 um 05:55 (UTC)
 Als ich vorgestern die jährigen Reisevögel vom Jungtauben- in den Witwerschlag gesetzt habe, hatte ich mir einige Tiere notiert, bei denen ich nicht sicher war, ob sie wirklich ein Vogel oder doch eine Täubin sind. Eine dieser notierten Tauben lag gestern schon paarend in der Zelle eines dreijährigen Vogels - also eine Täubin. Es ist schon etwas kurios. Sie hätte im Jungtierschlag wochen- und monatelang Zeit gehabt sich mit einem Vogel zu paaren. Aber wie ich bereits schrieb: dort tut sich nichts. Die Tauben paaren dort fast nie. Kaum sind sie im Witwerschlag geht es aber los und sie paaren.
Im Zuchtschlag läuft weiter alles nach Plan. Die Paare habe ich weiter einzeln herausgelassen aus den Zellen und sie fliegen sie nun auch schon sicher an. Heute werde ich wohl jeweils zwei oder mal drei Paare gemeinsam herauslassen. Morgen auch noch einmal und entweder morgen am späten Nachmittag oder Montagmorgen werden sie dann alle gleichzeitig aus ihren Zellen gelassen und dann muss ich nur noch etwas im Auge behalten, ob es hier und da zu Beißereien kommt, was aber eher selten ist.
In der aktuellen "Brieftaube" erläutert der Sportfreund Dietmer Timmer den Begriff der "Sektoren" wie sie künftig für die geplanten Verbandsflüge vorgesehen sind. Ich halte Sektorenbildung grundsätzlich für einen richtigen Ansatz. Auf den Rändern und an den Grenzen der Sektoren wird es dann aber wieder zu den üblichen Rangeleien und Wechselversuchen kommen. Denn wie wir viele deutsche Brieftaubenzüchter kennen, will der eine dann lagebedingt lieber vorne in einem Sektor liegen, der andere lieber hinten, der eine westlich, der andere östlich. Man kennt das alles. Und einige Sportfreunde werden all ihren Einfluß am Ende geltend machen um vielleicht in Sektor X zu reisen und nicht in Sektor Y usw.
Ich bin aber sehr gespannt ob und wie die neuen Verbandsflüge überhaupt geplant und angenommen werden. Mir liegen aktuell aus unserem Regionalverband und auch aus anderen Regionalverbänden einige Reiseplanvorschläge vor und da ist nirgends geplant irgendwo Verbandsflüge durchzuführen. Ich fürchte also, dass diese Flüge, ähnlich wie die allermeisten Nationalflüge, eher ein Rohrkrepierer werden.
Darüber hinaus telefonierte ich kürzlich mit einem Züchter, der mir sagte, dass alleine sein Regionalverband eine so große Fläche habe, dass es kaum möglich sei, einen Verbandsflug durchzuführen. Weil in Kombination mit anderen vor- oder hintergelagerten Regionalverbänden dann die Fläche zu riesig würde, wenn der erste Züchter vore 500 Kilometer Entfernung zu einem Auflassort hat und der letzte hinten dann 700 Kilometer Entfernung.
Insgesamt befürchte ich, dass vieles wieder einmal daran scheitern wird, dass viele Züchter in Deutschland im Kern lieber Straßen- als überregionale Wettbewerbe veranstalten würden. wenn es denn nur ginge. Ich bin wirklich gespannt was sich in dieser Hinsicht noch bis zum Saisonstart tut.
 

Donnerstag, 13.02.2025
Sascha am 13.02.2025 um 17:25 (UTC)
 Im Zuchtschlag geht alles seinen normalen Gang. Ich habe die einzelnen Paare heute wechselweise aus ihren Zellen gelassen, damit sie fressen und saufen und sich etwas im Schlag bewegen konnten. Bei den Zuchttauben ist das Zurückfinden in die Zelle in aller Regel kein Problem, da die meisten alten Zuchtvögel ihre festen Reviere haben und die Weibchen dann mit in die Zelle fliegen. Spannend ist es immer, wenn mal zwei Partner völlig neu zusammengestellt und bislang ohne feste Zelle waren. Da ich drei Reisevögel in den Zuchtschlag übernommen habe bekamen diese nun mit ihren Weibchen eine neue Zelle. Aber auch das ging sehr gut, wobei eine alte Täubin mit ihrem Vogel in einer Zelle verpaart wurde, in der sie auch im vergangenen Jahr schon gebrütet hat. Das erleichtert dann doch Vieles.
Außerdem habe ich erst heute, eigentlich etwas spät, die inzwischen jährigen Reisevögel vom Jungtierschlag in den Witwerschlag gesetzt. Ich bin leider nicht früher dazu gekommen, aber auch das ist am Ende kein Problem, wenn die Tauben dann dort in etwa zwei Wochen verpaart werden. Was mir immer wieder auffällt: in unserem Jungtierschlag oben im Dachfirst paaren fast nie Tauben. Auch wenn Vögel und Täubinnen gemischt sitzen, während der jungtierreise oder auch danach oder auch jetzt, denn es saßen noch einige jährige Täubinnen zwischen den Vögeln. Es ist immer sehr ruhig in diesem Schlag, es finden sich dort kaum einmal Paare und es fallen erst recht keine Eier. Ich weiß nicht woran es liegt. Sobald ich dann die jungen oder jetzt jährigen Vögel in den Witwerschlag setze, benehmen sie sich ganz anders und brüllen und brummen und drehen sich. Es kann aber auch sein, dass unter den nun umgesetzten Tauben noch ein oder zwei Täubinnen sind. Das wird sich in den nächsten Tagen zeigen.
Der Jungtierschlag funktioniert eigentlich sehr gut. Die Jungtauben sind dort immer in einer prima Verfassung und in der Regel haben wir von dort ja auch sehr wenige Verluste während der Reisezeit. Aber für die Paarung der Tauben miteinander scheint er aus irgendwelchen Gründen, die ich bisher nicht kenne, nicht geeignet zu sein. Aber das finde ich letztlich gar nicht schlecht.
Ich habe heute auch mal wieder einige der alten Witwervögel in die Hand genommen und sie gefallen mir vom Gewicht her deutlich besser als im letzten Jahr, als einige doch sehr schwer waren. Im vorletzten Winter habe ich allerdings auch ein anderes Futter gegeben. Das hatte wohl sehr viel Rohfaser, aber es enthielt auch sehr viel Kardi und ich glaube, dass Kardi die Tauben doch etwas zu schwer und fett macht. In diesem Winter habe ich anders gefüttert mit einem Zuchtfutter und Gerste und Paddyreis und die Tauben sehen doch ein ganzes Stück besser und schlanker aus.
 

Mittwoch, 12.02.2024
Sascha am 12.02.2025 um 17:11 (UTC)
 Die Verpaarung unserer Zuchttauben heute ist insgesamt problemlos und zufriedenstellend verlaufen. Die Paare haben sich gut gefunden, es gab keine Beißereien oder andere Probleme. Allerdings habe ich doch mehrere Tauben nicht so verpaart, wie ich es auf dem Papier vorgeplant hatte. Denn die Partner waren nicht sofort so Feuer und Flamme füreinander, wie ich es gerne gehabt hätte. Insgesamt hätten einige Weibchen auch etwas "feuriger" sein können, aber es war jetzt nicht so, dass die Täubinnen nicht paaren wollten.
Wenn ich einen Vogel und eine Täubin zusammensetze, dann schaue ich sehr genau hin wie sie aufeinander reagieren. Und manchmal merkt man dann, dass sie wohl miteinander paaren würden, aber so eine richtige "Liebe" ist es dann offensichtlich nicht. Dann reagiere ich sofort und trenne die Tauben wieder und versuche es mit einem anderen Partner.
Unser "956", ein ehemaliger Reisevogel, der u.a. 4. bester Jähriger im Regionalverband wurde und auch 5-jährig noch 12/11 Preise flog, sollte an eine bestimmte blaue, dreijährige Täubin. Aber so richtig "funkte" es zwischen den beiden nicht. Also habe ich sie wieder getrennt und dem 956 eine jährige Schecktäubin gegeben und mit der paarte er dann "wie die Feuerwehr".
Wir haben einen hervorragenden 12-jährigen Vogel, der noch sehr gut beieinander ist und im vergangenen Jahr auch noch schöne Jungtauben gegeben hat. Das dumme ist: er lässt sich unglaublich schwer umpaaren. Gibt man ihm ein unbekanntes Weibchen, dann springt er herum als sei ein Habicht in seiner Zelle. Ich habe es mit drei relativ jungen Täubinnen nacheinander versucht. Es war nichts zu machen. Bevor ich den Vogel dann zu irgendetwas zwinge und er nachher auch nicht befruchtet (das ist aufgrund seines Alters in kommenden Jahr ja ohnehin nicht sicher), habe ich ihm wieder sein Weibchen aus den letzten beiden Jahren gegeben. Diese ist inzwischen sechs Jahre alt. Beide haben sehr schöne Jungtauben gegeben zuletzt, aber ich hätte ihnen gerne jüngere Partner zugeteilt. Aber nun paaren sie wieder in ihrer Zelle und das ist schön anzusehen und die Tauben haben ihren Spaß. Es ist alles nicht so entscheidend. Man weiß doch ohnehin nicht aus welchen Tauben am Ende die gute Nachzucht fällt und da ich in der Regel darauf achte, dass alle unsere Zuchttauben in der Handbeurteilung so sind, dass man sie alle miteinander kombinieren kann ohne dass allzu viel körperlich schwache Tauben daraus fallen,
Ab morgen werde ich die Zuchtpaare dann nach und nach im Wechsel einzeln aus ihren Zellen lassen und das werde ich auch in den Tagen danach so fortsetzen. So ist aller Erfahrung nach dann auch gewährleistet, dass es keine Fremdbefruchtungen gibt und die Tauben sicher ihre Zellen anfliegen.
 

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