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Samstag, 27.05.2023
Sascha am 27.05.2023 um 05:04 (UTC)
 Viele Regionalverbände haben bereits heute ihre Preisflüge geplant und werden in Kürze wohl auflassen, Wir setzen heute am Spätnachmittag ein für unseren Regionalflug ab Parsberg. Ich denke das Wetter wird heute und morgen sehr ähnlich sein und an den heuitgen Flugverläufen wird man schon in etwa sehen können, wie es auch morgen laufen wird.
Wir haben unsere Vögel versucht bestmöglich vorzubereiten und vom Flugverhalten und Benehmen gefallen sie mir auch gut. Wie sie in der Hand sind werden wir erst beim Einkorben beurteilen können, denn in der Woche nehmen wir die Tauben nicht in die Hand.
Unsere Jungtauben der ersten Zucht machen uns doch, wie schon im letzten Jahr, Sorgen. Sie sehen gut aus, fressen gut, der Kot ist gut, sie verlassen den Schlag ruckzuck und gehen nach draußen. Und dann sitzen sie auf dem Dach und fliegen kaum einmal freiwillig los. Das war im vergangenen Jahr schon so und scheint in diesem Jahr noch extremer zu sein. Ich habe keine Ahnung woran es liegt. Scheucht man sie auf, dann fliegen sie mit recht hohem Tempo im Schwarm. Auch gerne mal 40 oder 50 Minuten. Dann landen sie wieder und sitzen dann wieder wie festgenagelt am Dach. Auch das Flugverhalten selbst ist sehr merkwürdig. Sie gehen niemals hoch, sondern fliegen trotz sehr gutem Wetter immer sehr flach mit Tempo und immer in der Nähe des Schlages. Sie fliegen kaum einmal 500 Meter weg.
Ich bin inzwischen völlig ratlos was das sein kann. Sobald Zeit ist werde ich einige Tiere tierärztlich vorstellen um zu schauen ob gesundheitlich etwas im Argen liegt. Aber sie sehen nicht aus als ob sie in irgendeiner Form schwer krank wären.
Das gesamte Verhalten ist so, als ob sie vor irgendetwas Angst hätten. Ich weiß allerdings überhaupt nicht wovor. Vor zehn Tagen haben ich dieses Problem in der Internet-Sendung von Alfred Berger geschildert und gefragt. Aber auch dort wusste niemand Rat. Im Gegenteil: es scheint so zu sein als ob dieses Problem auch bei anderen Schlägen auftritt.
Ein Züchter hat mir geschrieben, dass er diese Schwierigkeiten auch hatte und es ein gesundheitliches Problem war. Ich werde das abklären. Es ist jedenfalls sehr unbefriedigend. Die Tauben würden stundenlang am Dach sitzen ohne aufzufliegen. Sie bewegen sich sogar kaum auf dem Dach. Es ist ganz merkwürdig zumal unsere Witwervögel insgesamt am Haus sogar besser fliegen als in den vergangenen Jahren.

 

Donnerstag, 25.05.2023
Sascha am 25.05.2023 um 18:50 (UTC)
 Obwohl die Reisesaison gerade erst begonnen hat und unsere Jungtauben dieses Jahrgangs 2023 gerade erst gezüchtet sind, bin ich gedanklich eigentlich dauernd mit dem Thema "Wo finde ich bessere Tauben" befasst.
Unsere Reiseleistungen sind bislang sehr zufriedenstellend und eigentlich ist alles hier in Ordnung.
Trotzdem denke ich immer wieder darüber nach wo ich wohl Tauben finden kann, die unseren Bestand noch besser machen. Besser, das bedeutet in erster Linie noch etwas schneller und noch etwas beständiger. Es ist in der heutigen Zeit unglaublich schwierig mit Witwervögeln gegen sehr gute Weibchenspieler zu konkurrieren. Die Täubinnen scheinen doch ein Stück weit robuster zu sein und daher auch beständiger und zuverlässiger. Da benötigt man schon wirklich gute Vögel um mithalten zu können.
Aber wo finden wir die? Denn sie sollen ja auch zu uns passen. Vom Körperbau her haben wir eine bestimmte Vorstellung von einer Taube, auch vom Benehmen und sie müssen zu unserer Schlagführung passen. Sie sollten aus Beständen kommen, die ein hohes Leistungsniveau haben und welche die Tauben ähnlich führen, wie wir das tun. Und dann sollen sie auch in der Lage sein viele Preise zu fliegen und mglichst auch frühe Preise zu fliegen und dass auch bis über 600 Kilometer Entfernug und nicht nur auf Kurz- und Mittelstreckenflügen bei besten Wetterbedingungen.
Hin und wieder bekomme ich mal irgendwo solch eine Taube in die Hand wo ich denke: ja, so müssen sie sein.
Aber auch die Nachzucht aus solchen tieren ist natürlich trotzdem nicht immer gut.
Wenn man dann obendrein seinen Zuchtbestand nicht Jahr für Jahr weiter aufblähen will, dann ist es nicht einfach sich zu verbessern mit anderen Tauben. Man muss sie sehr vorsichtig ausprobieren ohne das eigene vorhandene Material "zu verwässen" und muss trotzdem immer wieder schauen ob man Tauben finden kann, die einen züchterisch voran bringen.
Wenn man zehn oder zwanzig neue Tauben in der Zucht einführt und sie testet, dann sind diese, auch wenn sie direkt aus Leistungsbeständen und Leistungstieren kommen, zu mindestens neunzig Prozent nicht brauchbar und erweisen sich nicht als Verbesserung. So ist das leider. Aber so ist normalerweise die Regel, wenn man selbst ein ordentliches Leistungsniveau in Zucht und Reise hat.
Darüberhinaus passt auch nicht jede Taube in den eigenen Bestand. Die Kreuzungen funktionieren dann einfach nicht. Man benötigt auch manchmal einfach Linien, die zueinander passen.
Kurzum: es ist so unglaublich schwierig gute Tauben zu finden. Besonders wenn man nicht riesige Summen für Tauben ausgeben kann und will. Dennoch muss man es immer mal wieder versuchen. Es ist dann hilfreich wenn man sich mit dem Züchter, dessen Tauben man möglicherweise testen will, auch gut versteht und auf "einer Wellenlänge" liegt. Das macht vieles leichter.
 

Mittwoch, 24.05.2023
Sascha am 24.05.2023 um 18:28 (UTC)
 Am kommenden Wochenende steht hier nun der erste "richtige" Regionalflug auf dem Programm ab Parsberg. Das sind für unseren Schlag etwa 360 Kilometer Entfernung. Wahrscheinlich behalten wir weiterhin nordöstliche Winde. Allerdings nicht besonders stark. Das Wetter sollte insgesamt gut werden und bei wahrscheinlicb recht frühen Auflässen können die Tauben dann schon mittags zuhause sein. Bei den deutlich sinkenden Tauben- und Züchterzahlen überall, wäre es meiner Ansicht nach besser und auch kostengünstiger schon viel früher alle Tauben eines Regionalverbandes (also auch unseres) gemeinsam aufzulassen. In den Niederlanden reisen die einzelnen Abteilungen, die etwas größer sind als hier die Regionalverbände, schon die Jungtauben zusammen und auch auf der Alttaubenreise von Anfang an - also ab 150 KM etwa. Nur hier in Deutschland findet man immer wieder neue Gründe warum das nicht gehen soll.
Immerhin haben wir als RV schon ab dem zweiten Preisflug mit unserer Nachbar-RV Werl gemeinsam gestartet (das waren dann etwa 2800 Tauben) und am vergangenen wochenende hat auch die RV Hamm an der Lippe noch mit aufgelassen (zusätzlich etwa 1000 Tauben). Das war schonmal ein Fortschritt. Zwei weitere RVen kommen nun noch für die Regionalflüge hinzu. Meiner Ansicht nach wäre es besser diese gemeinsamen Auflässe schon von Beginn an zu machen ab 200 KM und auch schon bei Jungtauben mehrere gemeinsame Flüge durchzuführen. Es kann den Tauben nur gut tun und sie gut schulen. Aber leider möchten viele Sportfreunde das nicht.
Am kommenden Wochenende wird unsere RV im Regionalverband, wenn das Wetter so kommt wie vorhergesagt, nicht sonderlich gut abschneiden. Auch am letzten wochenende beim gemeinsamen Auflass mit den drei RVen, hätten wir in einer gemeinsamen Preisliste nicht gut dagestanden. Aber das ist nicht zu ändern. Trotzdem sind doch große gemeinsame Auflässe viel interessanter. Schon alleine deswegen weil die Konkurszeiten viel länger werden. Das macht eigentlich deutlich mehr Spaß als "Massenankünfte".
Unsere Vögel gefallen mit weiterhin recht gut. Sie sehen glatt aus, fliegen gut, fressen gut. Es ist alles soweit in Ordnung. Insofern bin ich zuversichtlich, dass sie auch den kommenden Flug gut bewältigen können. Da es aktuell noch immer recht kühl ist - als ich heute morgen um halb 6 Uhr zur Arbeit fuhr waren es nur zwei bis drei Grad Außentemperatur - werden die Witwer uns auch noch nicht allzu "verrückt". Sie fliegen ihre Zeit am Haus und kommen dann doch recht zügig herein, weil sie Hunger haben. Das ändert sich oft erst, wenn es v.a. nachts deutlich wärmer wird.
 

Dienstag, 23.05.2023
Sascha am 23.05.2023 um 03:13 (UTC)
 Nach dem sehr schnell Flug vom Sonntag sollten die Tauben eigentlich am Montag abend schon wieder Freiflug bekommen, aber das war aufgrund Gewittern und Unwettern rund um uns herum nicht möglich. Es ist nicht weiter schlimm. So sehr viel fliegen sie am Tag nach dem Wettflug ohnehin nicht. Aber es war sehr warm und man hätte die Tauben weiter an sommerliche Temperaturen gewöhnen können. Das scheint mir durchaus wichtig zu sein. Bisher war es fast immer kühl und oft nass. Dann wird es plötzlich warm und schwül und dann haben doch nicht wenige Schläge Probleme die Tauben gut nach hause zu bekommen. Zumal auf der Südwestrichtung, wo obendrein ja noch Kopfwind war.
Aber auch auf der Südost-Route war es teilweise nicht ganz einfach wie die viel zu langen Konkurszeiten und die hohen Fluggeschwindigkeiten in der spitze zeigen.
Man darf nicht vergessen: wir sind immer noch eher am Beginn der Saison und die wirklich anspruchsvollen Flüge sollen eigentlich erst noch kommen. Aber ich fürchte das wird in diesem Jahr alles sehr sehr schwierig und manche RV oder manche FG wird den vorgesehenen Reiseplan in diesem Jahr nicht annähernd durchführen können und möglicherweise die Reise sogar frühzeitig abbrechen müssen. Davon bin ich - Stand jetzt - überzeugt. Es wird immer schwieriger die Reise ordnungsgemäß und wie geplant durchzuführen, weil immer weniger Züchter mit immer weniger Tauben teilnehmen und es teilweise auch zu allzu großen Schwierigkeiten auf der Reise kommt. Mit zu großen Verlusten, zu vielen verletzten Tauben durch die viel zu vielen Greifvögel und auch dadurch, dass zu viele Sportfreunde einfach frustriert sind aufgrund teilweise extrem einseitiger Flugergebnisse.
Wir selbst haben ja das Glück, dass wir bislang auch immer sehr gute Ergebnisse erzielen konnten und in unserer RV sind die Preise auch meistens noch so verteilt, dass relativ viele Züchter noch eine relativ gute Preisausbeite erzielen. Es gibt aber auch RVen in denen stets nur das gleiche Viertel der Züchter viele Preise macht und der große Rest überhaupt nichts. Das wiederum deutet eher daraufhin dass in diesen RVen entweder lagebedingt so große Unterschiede sind oder aber das Leistungsniveau in diesen RVen in Gänze sehr sehr schwach ist. Egal wie: es ist nicht gut für den Brieftaubensport wenn nun schon zu Beginn der Reise die Leistungsunterschiede in den RVen allzu riesig sind. Wenn dann noch Verluste und verletzte Tauben hinzu kommen, dann wird der Frust allzu schnell allzu groß.
Bei uns im Schlag werden wir versuchen im Wochenablauf, in der Versorgung usw. möglichst gar nichts zu verändern, denn bisher läuft es ja wirklich gut. Das bedeutet, dass wir ab heute (es gab Montagabend eine halbe Ration flüssige Hefe mit Konditionspulver über das Futter) keinerlei Zusatzprodukte mehr geben werden bis zum Wochenende. Es gibt Futter satt und klares Wasser und täglich frische Gritmischung und das genügt. Die Tauben tun es damit bisher sehr gut und solange die Flüge nicht deutlich schwerer werden und die Flugzeiten deutlich länger sind, haben wir keinen Grund irgendetwas zu ändern.
 

Montag, 22.05.2023
Sascha am 22.05.2023 um 03:08 (UTC)
 Unser 4. Preisflug ab Lauf an der Pegnitz war eigentlich einer jener Flüge, wie wir sie gar nicht schätzen. Wohl bedingt durch deutlichen Rückenwind gleich nach dem Auflass um 8.50 Uhr, flogen die Tauben in der Spitze fast 1.700 m/min. und trafen in den RVen unseres Regionalverbandes, die mit uns gemeinsam gestartet hatten und die hinter uns liegen, teilweise sogar noch früher ein als hier vorne.
Um 12.05 Uhr sahen wir hier einen blauen Vogel anfliegen, der sich aber ganz seltsam benahm und scheute und ganz merkwürdig anflog. Zu der Zeit hatten wir Besuch von einem Sportfreund und im Gespräch hatten wir dabei unsere erste Taube um 12.03 Uhr gar nicht gesehen.
Danach kamen die allermeisten Tauben aus dem Westen und Nordwesten zurück und es kamen zunächst auch viele Vögel, die bisher nicht so geglänzt hatten. Trotzdem kamen unsere Tauben insgesamt sehr ordentlich, sodass es schließlich für ein Resultat von 25 Preisen bei 39 gesetzten Tauben, beginnend mit dem 13. Konkurs reichte.
Der Flug wäre fast perfekt gewesen, wenn uns nicht aktuell noch ein jähriger Vogel fehlen würde, der bisher 3/3 Preise hatte.
Im Gegensatz zu den bisherigen Flügen hatten die Tauben recht viel Durst und wirkten nervös, was man vermutlich auf die warme Gewitterluft zurückführen kann.
Nachdem ich am Nachmittag die Tauben getrennt und gefüttert hatte, schliefen die Vögel auch sofort in ihren Zellen. Es war vom ganzen Verhalten etwas anders als bisher. Bei nur gut drei Stunden Flugzeit für mehr als 300 Kilometer war es ja für die Tauben kein besonders anstrengender Flug. Aber irgendwie schien es zumindest für den Kopf der Vögel anstrengend gewesen zu sein.
In der kommenden Woche steht dann der erste richtige Regionalflug ab Parsberg auf dem Programm.
Gratulieren möchte ich in dieser Woche Heiko Feldkamp aus der RV Dinslaken zum 1. Konkurs, Uli Bovermann aus der RV Düsseldorf zum doppelten Regionalsieg gegen mehr als 10.000 Tauben und Karl-Heinz und Michael Stumme zum 1. und 2. Konkurs in der RV Hameln!
 

Sonntag, 21.05.2023
Sascha am 21.05.2023 um 05:46 (UTC)
 Unsere Tauben stehen für den vierten Preisflug in Lauf an der Pegnitz. Leider ist ein Auflass aktuell noch nicht möglich. Das wird alles vielleicht nicht ganz so einfach heute mit aktuell noch Dunst in der Strecke und den doch deutlich steigenden Temperaturen, welche die Tauben ja gar nicht gewohnt sind dieses Jahr. Dafür ist es nicht so windig wie gestern. Aber mit den Auflässen wird es leider wohl noch etwas dauern.
Gestern morgen war ich doch reichlich erstaunt als hier in der Nähe, in Brilon - das ist Luftlinie 25 KM von hier entfernt - RVen aus dem Regionalverband 260 aufgelassen haben. Hier bei uns war die Sonne nicht zu sehen und es war eigentlich noch kein vernünftiges Wetter. Ich habe dann eine Webcam angesehen und in Brilon war es genauso. Trotzdem wurden dort die Tauben schon um 6.40 Uhr gestartet. Vermutlich aus Angst vor dem angesagten böigen Wind im Lauf des Tages. Aber diese Flug konnte nicht gut gehen. Das habe ich dann auch sofort einem befreundeten Züchter gesagt und Konkurszeiten von mehr als einer Stunde bzw sogar mehr als 90 Minuten teilweise von 240 oder 250 Kilometer sind dann ja auch wirklich nicht normal. Hoffentlich sind die Tauben wenigstens danach gut nach hause gekommen.
Ansonsten sieht man auch in den gestrigen Preislisten wieder, wie der Wind teilweise Ergebnisse verändert. Es gibt Sportfreunde, die trotz für sie schwierigen Windes, immernoch sehr ordentliche und gute Ergebnisse erzielen. Und es gibt Züchter, die bei anderen Windverhältnissen mit ihren Tauben richtig stark reisen und nun teilweise richtig schwache Resultate erzielen. Ich denke, dass man da schon in Richtung der Taubenqualität die Ergebnisse deuten kann.
Und es gibt natürlich auch Regionalverbände, wo die Ergebnisse unter den einzelnen RVen so einseitig sind, dass es im Grunde genommen gar keinen Sinn macht, dort Regionalpreislisten zu erstellen. Wenn RVen regional weit mehr als 50 Prozent Preise fliegen, während andere RVen in der gleichen Preisliste vielleicht nur 15 Prozent Preise oder weniger machen, dann hat das nichts mehr mit der Taubenqualität zu tun, sondern mit dem lagebedingten Flugverhalten der Tauben durch den Wind und auch die Topographie.
 

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