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Samstag, 06.05.2023
Sascha am 06.05.2023 um 06:29 (UTC)
 Unsere Tauben stehen aktuell noch zum Auflass in Rüdenhausen bei Würzburg bis das Wetter einen Start zulässt. Wir haben 43 Vögel eingekorbt. Einen jährigen Vogel, der im Herbst bei einem Habichtangriff irgendwo angeschlagen war und einen dunkelblauen Flügelmuskel hatte, ist zuhause geblieben. Es bringt nichts ihn zu reisen, weil er doch immer wieder Probleme zeigte. Der jährige Vogel, der in dieser Woche bei einem Greifvogelangriff seinen halben Schwanz verloren hatte, ist aber im Korb. Er zeigte beim Freiflug keine Probleme und da heute auch kaum Wind ist, wird er wegen des Heimfluges keine Probleme haben.
Die Tauben unserer Reisevereiniigung werden heute gemeinsam mit den Tauben der Nachbar-RV Werl gestartet, sodass etwa 2.800 Tiere gemeinsam aufgelassen werden.
Was unsere Vögel betrifft kann ich sagen, dass sie mir in der Hand etwas besser gefielen als in der vergangenen Woche. Sie kommen wie es scheint langsam in gute Flugverfassung. Allerdings waren sie, das konnten wir auch beobachten, nach dem Greifvogelangriff in der Mitte dieser Woche auch ein Stück weit nervöser. Wie sich das alles auswirkt muss man sehen. Insgesamt betrachte ich die aktuellen Flüge doch noch ein Stück weit als Trainingsflüge bevor dann in zwei Wochen die Regionalflüge losgehen.
Was mir auch in dieser Woche wieder auffiel: obwohl unsere Witwer eigentlich immer satt gefüttert werden und am Abend vor dem Einsatztag sogar "mehr als satt", hatten sie gestern am Einsatztag am Morgen wieder sehr gut Appetit. Und wir lassen sie dann auch fressen bis mittags und entfernen dann nur noch die wenigen Reste aus dem Trog. Das geht nun schon seit vielen Jahren bei uns so. Mal etwas mehr, mal etwas weniger. Und damit waren die Ergebnisse doch fast immer zuftriedenstellend. Der immer noch verbreiteten Theorie, dass Tauben, die auch am Einsatztag noch relativ viel fressen, falsch gefüttert und vorbereitet wurden, können wir eher nicht folgen.
Ich habe mir dazu viele Gedanken gemacht und ich glaube, dass es ein wenig mit dem Stoffwechsel der Tauben zu tun hat. Wenn der Stoffwechsel hochgefahren ist und gut funktioniert und die Tauben in Form kommen oder Form haben - dann haben sie auch Hunger und dann fressen sie auch zu ihren gewohnten Zeiten. Was weiterhin wieder auffällt: unsere Tauben fressen gegen Ende der Woche immer sehr wenig Mais. Auch das ist nun schon mehrere Jahre so. Ich hatte zwischenzeitlich mal gedacht, dass es an der Mais-Qualität liegen kann und an seiner Größe. Deswegen habe ich da verschiedenes getestet (kleineren Mais, andere Futtersorten usw.), aber es bleibt immer gleich. Es liegt vermutlich einfach daran wie wir die Tauben führen. Ich hoffe, dass mit dieser Versorgung auch heute ein guter Flug für uns drin ist.
 

Donnerstag, 04.05.2023
Sascha am 04.05.2023 um 18:06 (UTC)
 Wie erwartet wurde unser zweiter Preisflug heute im Lauf des Tages auf den Samstag vorgezogen, sodass wir morgen abend unsere Tauben einsetzen sollen. Wahrscheinlich werden alle Flüge hier in NRW auf diesem Samstag stattfinden, egal ob auf der Südwest- oder der Südostrichtung. Da wird wieder viel los sein am Himmel.
Unsere Vögel hatten am Nachmittag nochmals Freiflug und man merkte ihnen schon deutlich an, dass die Temperaturen mehr als 10 Grad höher waren als gestern. Aber sie werden sich daran gewöhnen müssen, denn die Kälte ist nun hoffentlich erst einmal vorbei.
Auch in dieser Woche hatten unsere Witwer also nur jeweils ein Mal täglich Freiflug. Das ist etwas ungewöhnlich, denn in den letzten Jahren hatten sie zu diesem Zeitpunkt der Saison immer schon zwei Mal am Tag die Möglichkeit zu fliegen. Ob das am Ende einen Unterschied macht möchte ich nicht behaupten, aber uns gefällt ein zweimaliger Freiflug für die Witwervögel eigentlich viel besser. Vielleicht geht es dann in der kommenden Woche. Andererseits ist es so wie derzeit doch ein bißchen weniger zeitintensiv, denn die Freiflüge finden wegen der immer noch aktiven Greifvögel weiterhin unter Aufsicht statt. In der Nähe sind hier bei anderen Sportfreunden wohl auch gestern und heute wieder Angriffe durch Greifvögel gewesen. Insofern scheint das alles noch zu dauern.
 

Mittwoch, 03.05.2023
Sascha am 03.05.2023 um 16:47 (UTC)
 Im vergangenen Herbst war ein junger Vogel nach einem Habichtangriff verunglückt und hatte einen Tropfen Blut am Schnabel und einen stark geprellten Flügel, der einen sehr starken Blutergiss aufwies. Da dieser Vogel mir gut gefiel und von guter Abstammung war, durfte er einfach über den Winter weiter mitlaufen, wurde auf den Witwerschlag umgewöhnt, bekam Weibchen und Witwerzelle und wurde nun gereist.
Beim ersten Vorflug, an dem wir teilnahmen, kam er noch relativ pünktlich als unsere 24. Taube. Beim zweiten Vorflug kam er als allerletzte Taube erst nach 17 Uhr am Nachmittag. Vom ersten Preisflug am Sonntag kam er als unsere drittletzte Taube etwa eineinhalb Stunden nach der ersten Taube.
Grundsätzlich ist das alles noch kein Problem. Aber man merkt dem Vogel einfach an, dass er irgendwie Probleme hat. Er fliegt wohl mit den anderen Tauben, verlässt dann aber meistens etwas früher den Schwarm und geht auf das Dach und da ist dann besonders auffällig, dass er nicht brummt und sich bewegt etc. Andere Vögel, die schon einmal früher aus dem Schwarm gehen brummen dann auf dem Dach, fliegen klatschend wieder hoch usw. Bei dem beschriebenen jährigen Vogel ist das nicht der Fall. Er klatscht auch gar nicht beim Abfliegen.
Ich denke seine Verletzung aus dem Herbst hat irgendwelche Schäden hinterlassen und deswegen werden wir ihn nicht weiter reisen. Das muss man der Taube nicht antun. Da von diesem Vogel noch zwei Brüder in der Reisemannschaft sind bei denen wir dann sehen welche Leistung sie bringen können, geht er nun übergangsweise in eine Voliere und wird dort erst einmal "geparkt", denn vielleicht können wir ihn noch für die Zucht gebrauchen.
Der jährige Vogel, dem gestern beim Training am Haus durch einen Greivogel der halbe Schwanz ausgerissen wurde, hat heute den Schlag zum Training normal verlassen und er ist auch die gesamte Zeit problemlos mitgeflogen. Da scheint also nichts zurückgeblieben zu sein. Nur als er nachher von der Spitze des Hausdaches hinunter auf das Ausflugbrett fliegen wollte, sah das etwas merkwürdig aus, da der breit gestellte Schwanz nicht ganz seine "Bremsfunktion" erfüllte.
Ansonsten scheint es so, als ob unser zweiter Preisflug mal wieder vorgezogen wird auf den Samstag. Wir bekommen morgen darüber Bescheid.
 

Dienstag, 02.05.2023
Sascha am 02.05.2023 um 17:31 (UTC)
 Wenn unsere Vögel am Nachmittag so etwa 50 Minuten ihren Freiflug bei geschlossenem Ausflug hatten, öffne ich diesen, sodass die Tauben dann, wenn sie möchten, wieder in den Schlag gehen können. Einige Vögel tun das dann und gehen quasi aus dem Luft in den Schlag und andere fliegen noch etwas.
So habe ich das auch heute gemacht und da wir dann immer das Tipes-Gerät anstellen, konnte ich sehen, dass fünf Vögel um 16.57 Uhr in den Schlag gegangen waren. Als die anderen Vögel dann auch landen wollten kam hier der Schwarm Weibchen eines Züchters hier aus der Nähe - so wie fast jeden Tag - flach über unser Haus geflogen und die Vögel schlossen sich diesem dann an und flogen dann noch. Nach einigen Minuten gingen die Tauben plötzlich sehr hoch und außer Sicht und wieder ein paar Minuten später war der große Schwarm (es waren auch noch weitere Vögel unseres Nachbarn dabei) in mehrere kleine Gruppen aufgeteilt und mehrere Tiere kamen auch einzeln aus sehr großer Höhe zurück. Wir konnten nicht sehen was genau vorgefallen war, aber es war doch recht eindeutig, dass ein Greifvogel in die Tauben geschlagen war.
Irgendwann sammelten sich die Tauben dann wieder in der Nähe des Schlages. Aber sie landeten nicht sondern flogen extrem nervös immer weiter, sodass sie am Ende fast genau zwei Stunden in der Luft waren bevor sie dann landeten und herein gingen. Immerhin waren alle Vögel wieder im Schlag. Allerdings war einem jährigen Vogel der halbe Schwanz ausgerissen worden, wie man auf dem Foto sieht.
Etwas später meldete sich ein befreundeter Züchter hier aus der Nähe (Luftlinie etwa drei Kilometer entfernt), dem ein jähriger Vogel geschlagen und auf dem Nachbargrundstück gefressen worden war.
Wir waren eigentlich davon ausgegangen, dass es nun etwas ruhiger wird mit den Greifvögeln. aber das scheint vorerst noch nicht der Fall zu sein. Es ist auch ein Stück weit nicht verwunderlich, denn in der kommenden Nacht soll es hier wieder Bodenfrost geben. Jeder kann sich da auch ausmalen was unterwegs auf den Flügen oftmals los ist und man muss sich nicht wundern, wenn auch mal erfahrene und gute Tauben sehr spät nach hause kommen, weil sie Greifvögeln ausweichen mussten.
Nun werden die Tauben morgen wieder Angst haben den Schlag zu verlassen und müssen erst wieder etwas Sicherheit finden. Das ist alles nicht so schön. Vielleicht bleiben sie mal einen Tag im Schlag. Genau wie unsere Jungtiere.


 

Montag, 01.05.2023
Sascha am 01.05.2023 um 18:00 (UTC)
 Heute war hier eigentlich der erste Tag mit etwas höheren Temperaturen und das merkte man einigen Vögeln am Nachmittag beim Freiflug doch ein wenig an, als sie etwas hechelten. Ich muss dabei immer daran denken, dass mir der leider sehr früh verstorbene Doktor Kamphausen in der Verbandsklinik einmal bei ähnlichem Wetter, als ich dort zu einer Untersuchung der Tauben war, folgendes sagte:
"Jetzt ist es plötzlich wärmer geworden und dann steht hier das Telefon nicht still. Dann rufen dauernd besorgte Züchter an mit der Frage: "Meine Tauben hecheln beim Landen. Sind die krank?" Ich antworte dann immer: "Laufen sie bei der plötzlichen Wärme einmal 200 Meter - dann hecheln sie auch. Und Tauben schwitzen nunmal nicht, sondern hecheln die Wärme nur über den Schnabel ab."
Doktor Kamphausen ergänzte dann noch: "Aber da kann ich sagen was ich will. Die Hälfte der Leute glaubt mir nicht und kippt erst einmal Medizin in die Tauben rein."
Das was Dr. Kamphausen mir damals gesagt hat habe ich mir immer gemerkt. Und seitdem mache mich mir keinen größeren Kopf darum, wenn mal eine Taube oder ein paar Tauben bei plötzlich wärmeren Temperaturen hecheln.
Es mag Schläge und Tauben geben, wo das nie so ist. Selbst nicht bei deutlich höheren Temperaturen. Aber da gehe ich jede Wette ein, dass das dann auch Tauben sind, die ständig in irgendeiner Form mit "Chemie" behandelt werden. Und so etwas wollen wir hier nun beim besten Willen nicht haben.
Ansonsten scheint es, kaum dass die Saison begonnen hat, in verschiedenen Regionen schon wieder arg "zu knirschen". Zücher beklagen sich, dass ihre Tauben so schlecht gekommen sind, weil sie oben im Kabi saßen, wo doch die Luft so schlecht sei. Das wisse doch jeder. Regionalverbandsvorsitzende sehen sich genötigt schreiben unter Preislisten zu setzen, weil scheinbar Absprachen nicht eingehalten wurden und drohen dann mit markigen Worten; "Auge um Auge, Zahn um Zahn."...in jedem Kindergarten scheint es geordneter zuzugehen als in vielen Organisationen des deutschen Brieftaubensports...Es ist wahlweise nur noch zum Lachen, zum Heulen oder zum Kopfschütteln.
 

Sonntag, 30.04.2023
Sascha am 30.04.2023 um 18:18 (UTC)
 Nun liegt der erste Preisflug des Jahres 2023 hinter uns und ich bin wirklich rundum zufrieden. Unsere Tauben wurden um 8.55 Uhr in Karlstadt aufgelassen. Die ersten Tauben hier bei uns fielen nach gut 2 1/2 Stunden. Damit waren sie aber in der RV nicht sonderlich früh, sondern mehrere Sportfreunde hatten schon deutlich früher einige Tauben. Dann aber kamen unsere Vögel sehr flott nacheinander und am Ende erzielen wir eine Reiseleistung von genau 50 Prozent mit 44/22 Preisen und damit können wir allemal hochzufrieden sein bei den Umständen wie wir sie hier für unseren Schlag bisher hatten. Auch nach der Konkurszeit kamen die Tauben zügig weiter und so sind auch nach diesem Flug alle unsere Vögel wieder zuhause. Ich denke das ist insgesamt einfach sehr positiv.
In unserer RV wurden rund zwei Drittel Männchen und ein Drittel Weibchen zu diesem Flug eingesetzt und bis unsere erste Taube in der Preisliste steht (Platz 54) sind fast so viele Weibchen platziert wie Vögel. Von den ersten zehn Tauben in der RV sind 8 Weibchen. Das zeigt schon wie es derzeit läuft im Taubensport (man beobachtet das vielfach auch in anderen RVen) und wie es speziell bei solchem Wetter läuft (Klare Luft, Blauer Himmel, leichter Wind von hinten).
Täubinnen sind halt etwas anders gestrickt wie Männchen und fliegen nicht so einfach kopflos los und müssen dann irgendwann umkehren.
Andererseits: ich möchte nicht tauschen. Das Spiel mit Witwervögeln macht uns einfach auch viel mehr Spaß. Ihr Benehmen, ihr Flug- und Balzverhalten. Das ist für uns allemal schöner anzusehen als bei Weibchen.
So muss halt jeder für sich entscheiden wie er das Hobby am Liebsten bestreitet und wenn man bedenkt, dass wir wahrscheinlich in vielen Regionen unser Hobby in dieser Form (RV-Spiel über 12-14 Preisflüge) noch maximal drei Jahre oder so betreiben können, dann muss man sich einfach mehr darauf zurückbesinnen was einem Spaß macht am Brieftaubensport. Und bei uns war das heute das Anfliegen der Witwer. Wenn sie teilweise in enormer Höhe schon in weiter Entfernung zu sehen sind und sich dann herunterschrauben.... das ist doch wirklich herrlich anzusehen. Einige Vögel, besonders einige Jährige, sind auch nach dem Landen noch einmal klatschend aufgeflogen und haben eine Ehrenrunde gedreht und das kostet dann zwar Zeit, aber selbst das ist irgendwie doch ein herrliches Bild, wenn sie sich so freuen zuhause zu sein.
Gratulieren möchte ich zum 1. Konkurs beim Saisonauftakt heute ganz besonders Thorsten Bornhoff aus der RV Dortmund- Scharnhorst und der Familie Bober aus der RV Schüttorf! Tolle Leistungen!
 

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