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Samstag, 18.02.2023
Sascha am 18.02.2023 um 09:38 (UTC)
 Die Verpaarung der Tauben verläuft sowohl im Witwer- als auch im Zuchtschlag sehr zufriedenstellend. Im Zuchtschlag sind die Paare sehr gut zuammen und miteinander verpaart und ich lasse sie nun immer wieder zunächst einzeln in den Schlag aus ihrer Zelle und setze sie dann wieder fest. Ab morgen mache ich das dann in "Kleingruppen" und ab Montag wird dann alles geöffnet und die Tauben können sich frei im Schlag bewegen.
Im Witwerschlag habe ich zunächst alle bestehenden Paare aus dem letzten Jahr angepaart und in der Zelle festgesetzt. Dann die alten Witwerweibchen in den Schlag gesetzt, die keinen Partner mehr haben. Sie konnten sich frei ihren Partner suchen. Auch diese PAare haben sich sehr schnell gefunden und sitzen nun fest in den Zellen. Dann habe ich die Täubinnen von 2022, die bisher noch nicht verpaart waren, in den Reiseschlag gesetzt und auch sie können sich nun unter den noch freien jungen Vögeln ihren Partner suchen und die Paare suchen sich dann auch eine freie Zelle. Aktuell ist der Stand so, dass nun auch fast alle noch freien Zellen besetzt wurden und nur noch hier und da einige Tauben ohne Partner sind, aber auch das wird sich bald finden. Ab morgen erfolgt dann nach und nach auch das Herauslassen aus den Zellen nach dem gleichen Schema wie bei den Zuchttauben.
Gestern fragte mich ein Züchter wie dann das weitere Vorgehen mit den Reisetauben ist. Ob sie überbrüten dürden oder nach wenigen Tagen getrennt werden, ob wir ein Mal paaren oder zwei Mal. Das alles steht noch überhaupt nicht fest. Das hängt ein wenig davon ab wie die Witterung den Freiflug ermögicht, wie es mit dem Greifvogel ist usw. Wir machen das eigentlich in jedem Jahr anders und es hat sich nicht entscheidend auf die Reiseleistung ausgewirkt ob wir nun ein oder zwei Mal gepaart haben, schnell getrennt haben oder ob sie überbrüten durften. Das macht alles keinen Unterschied. Wichtig ist, dass die Vögel und Weibchen sich mögen und dass sie zellenfest sind und entsprechend aus dem Revier und dem Partner ihre Motivation ziehen.
 

Freitag, 17.02.2023
Sascha am 17.02.2023 um 08:14 (UTC)
 Die Verpaarung der Zuchttauben verläuft bislang weitgehend problemlos. Die Paare fanden sich schnell und selbst zwei sommerjunge Vögel vom letzten August, bei denen ich recht kurzfristig entschieden habe sie jetzt schon mit anzupaaren, haben sich gut verpaart. Es gab allerdings auch eine Ausnahme. Ein Vogel hat seine geplante Täubin verbissen als ich für einige Zeit nicht im Schlag sein konnte. Ich musste das Paar trennen, damit es nicht zu weiteren Verletzungen kommt. Dieser Vogel neigt im Winter dazu schwul zu sein und sich unter den Zuchtvögeln einen Partner zu suchen und vermutlich war er noch zu sehr auf diesen fixiert. Letztlich mein Fehler, denn ich hätte ihn vorher schon von seinem "Winter-Partner" trennen sollen. Der Vogel hat nun ein anderes Weibchen bekommen. Falls er noch nicht paart und auch diese nicht annimmt, werde ich ihn trennen, einzeln setzen und dann in einer Woche erneut versuchen zu verpaaren.
Eine weitere Täubin, die ich eigentlich für die Zucht vorgesehen hatte, habe ich kurzfristig nicht angepaart, denn sie gefiel mir in der Hand nicht. Ich kann es nicht gut beschreiben, aber sie war nicht so im Gewicht wie sie sein sollte und das Brustfleisch gefiel mir auch nicht.
Da ist es immer gut, wenn man einige Weibchen in Reserve hat und dann entsprechend andere Paarungen vornehmen kann. Das Weibchen wurde nun auch erst einmal alleine gesetzt. Ich möchte mal beobachten wie der Kot ist usw. Da unsere Weibchen im Winter immer in einer Voliere sitzen und ich sie auch nur zum Impfen in die Hand nehme fallen solche Unpässlichkeiten manchmal nicht sofort auf.
Heute werden die Paare den Tag in ihrer Zelle verbringen und ab morgen dann einzeln langsam herausgelassen.
Gleich beginne ich dann damit die Reisevögel anzupaaren. Dazu lasse ich normalerweise die Weibchen einfach aus ihrer überdachten Voliere fliegen und dann können sie oben auf den Dachbodenschlägen einspringen. Allerdings hat hier vor 15 Minuten ein Habicht einen Angriff auf die Tauben geflogen, die in der Dachvoliere saßen. Er wurde verfolgt durch drei Krähen und drehte kurz vor der Voliere ab. Insofern werde ich die Täubinnen wahrscheinlich nicht aus der Voliere fliegen lassen, sondern muss mir die Mühe machen sie heraus zu fangen.
Dann beginne ich in aller Ruhe die Vögel oben zu verpaaren. Ich hoffe dass es dort ohne größere Schwierigkeiten verläuft, Aber es wird sicher auch eine Weile dauern.
 

Donnerstag, 16.02.2023
Sascha am 16.02.2023 um 07:04 (UTC)
 Heute werde ich im Laufe des Tages in aller Ruhe unsere Zuchttauben verpaaren. Sie wurden entsprechend vorbereitet mit Futter und Beiprodukten und das Wetter war toll in den letzten drei Tagen. Es sollte alles gut funktionieren.
Ich mache mir mit der Verpaarunng der Tauben immer recht viel Arbeit. Schon bei der Vorbereitung der Tiere hinsichtlich der Versorgung mit Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Omega-Fettsäuren usw. und dann auch bei der Verpaarung selbst (durch gutes Beobachten etc) und dann über mehrere Tage durch einzelnes Herauslassen aus den Zellen und wieder Fesetzen usw.
In einem Zuchtschlag sollten eigentlich die besten Tauben sitzen, die man hat. Und diese Tiere müssen nicht viel mehr leisten als einige Gelege ihre Jungtiere hoch zu bringen, Aber weil es die vermeintlich besten und wichtigsten Tauben in einem Bestand sind und weil sie diese Gelege optimal hochbringen sollen, denke ich, dass man die Zuchttiere wirklich auch in der Vorbereitung und der Zuchtphase optimal betreuen sollte. Sie müssen top gesund und in Form sein zur Zeit der Verpaarung.
Dadurch hat man dann gute Chancen darauf, dass kaum Eier unbefruchtet sind, dass es keine Kämpfe gibt und keine zerstörten Eier und natürlich darauf, dass man dann gut heranwachsende Jungtiere aufziehen kann unter denen sich dann die ein oder andere gute Taube befindet.
In der letzten Woche wurde bei unseren Zuchttauben sukkzessive das Futter "besser gemacht" in dem ich nach und nach auf die fütterung einer sehr guten Zuchtmischung umgestiegen bin, In den letzten drei oder vier Tagen gab es dazu noch Hanf und Sämereien. Es gab täglich die Mineralienmischung Picobal von Klaus, dazu Pickstein von Klaus und Vi-Spu-Min Mineralpulver von Backs.
Außerdem erhielten die Tauben ein Mal wöchentlich (in den letzten drei Wochen) ein Mulitvitaminpräparat und auch ein Mal wöchentlich ein Jodpräparat.
Über das Futter gab es wie immer zwei Mal wöchentlich Gemüsemix. Dieser wurde ergänzt mit flüssiger Hefe und einem "Omega-Öl" und abgetrocknet wurde alle mit Mineral- und Konditionspulver von Dr. Marien und etwas Heilerde und einer Kräutermischung. Die Tauben haben vorgestern noch einmal ausgiebig gebadet und sehen nun wirklich sehr gut aus und sind richtig paarig und heute werde ich nun ma sehen wie es so mit der Verpaarung fuktioniert.
 

Dienstag, 14.02.2023
Sascha am 14.02.2023 um 15:37 (UTC)
 Heute schreibe ich hier nur wenige Zeilen, denn ich muss gleich zur Sitzung unseres Regionalverbandes zur Vorbereitung der Reisesaison 2023 fahren. In erster Linie geht es darum einige Wahlen durchzuführen und dann den Reiseplan und die Transportgemeinschaften für das anstehende Reisejahr vorzubesprechen. Alles in Allem nichts sonderlich Aufregendes.

In der aktuellen Ausgabe der Verbandszeitschrift "Die Brieftaube" ist die Übersetzung eines Artikels von Ad Schaerlaeckens aus der Zeitschrift "De Duif" veröffentlicht worden. In diesem Beitrag befasst sich Sportfreund Schaerlaeckens mit dn körperlichen Qualitäten einer guten Taube und ich kann das eigentlch nur genau so unterschreiben aus meiner Erfahrung. Der Artikel lässt sich letztlich etwa auf folgende Thesen reduzieren:

- "Bessere Tauben wegen eines "schnellen Flügels"? Flügel wie sie andere Tauben nicht haben? Ich glaube nicht daran."
- "Eine gute Taube mit schlechten Federn und sprödem Gefieder habe ich niemals gesehen, und gute Tauben auf der Mittelstrecke und der kleinen Weitstrecke waren fast ohne Ausnahme Tauben ohne Mängel. Aber Achtung: das bedeutet nicht, dass Tauben ohne Mängel zwangsläufig Gute sind."
- "Übrigens die Augen von Tauben? Bücher sind schon darüber geschrieben worden. Augen, wie sie demzufolge sein müssten, vielfarbig mit Strichen und Wertring, findet man vor allem bei Ziertauben. Aber lass die mal zwei Kilometer entfernt von ihrem Schlag frei. Die siehst du nie wieder. (...) Dieser Mann, der nun schon so lange in die Augen einer Taube starrt, kann damit weitermachen bis er Schwarz wird, er wird niemals finden, wonach er sucht."


....so in etwa wie Sportfreund Schaerlaeckens sehen wir das hier auch. Und so versuchen wir aus Tauben zu züchten, die Leistung gebracht haben bzw. aus Tauben, deren Eltern und Geschwister Leistung gebracht haben und die uns in der Hand weitgehend ohne Mängel erscheinen. Ob dann etwas Gutes dabei herauskommt wissen wir nicht....aber das weiß auch niemand sonst.
 

Montag, 13.02.2023
Sascha am 13.02.2023 um 12:35 (UTC)
 Die Temperaturen steigen und wir haben strahlend blauen Himmel, Die Tauben reagieren unglaublich darauf und "brechen die Bude ab".. Ein wenig muss ich aufpassen, dass die Zuchtweibchen nicht schon beginnen untereinander zu paaren. Wenn es zu arg wird, dann setze ich die Zuchtpaare schon am Mittwoch Abend zusammen und lasse dann am Freitag die Reisevögel mit den Weibchen zusammen laufen. Das Wetter soll zumindest bis zum Mittwoch so sonnig bleiben und das ist natürlich ideal. Vor der Verpaarung werde ich alle Tauben noch einmal ausgiebig baden lassen und dann kann es losgehen.
Man hofft dann immer, dass man einige gute Tiere züchtet und ich bin selbst der Meinung, dass man die Wahrscheinlichkeit dazu erhöht, wenn die Tauben bei der Verpaarung wirklich in einer Top-Verfassung sind. Um diese Top-Verfassung zu erreichen wäre es eigentlich ideal, wenn man auch den Zuchttauben regelmäßig Freiflug geben könnte, aber das ist hier leider wegen der Greifvögel nicht möglich. In anderen Regionen mag das anders sein, aber oftmals können Sportfreunde ihren Zuchttauben schon deswegen keinen Freiflug geben, weil sich im Zuchtschlag eine Ansammlung von zusammen gekauften, nicht eingewöhnten tauben befindet. Dass man aus so einem Mischmasch sehr regelmäßig viele gute Tauben züchten kann, glaube ich persönlich aber nicht. Es ist schon schwierig genug aus bewiesen guten Reisetauben oder deren Kindern und Geschwistern, die man selbst gereist hat, gute Tauben zu züchten. Hat man nur noch so ein zusammen gekauftes Durcheinander, dann gleichen die Zuchtbemühungen eher einer Lotterie.

 

Sonntag, 12.02.2023
Sascha am 12.02.2023 um 07:35 (UTC)
 Heute morgen ist es hier sehr trübe und neblig. Kein wirkliches Sonntagswetter. Aber das Wetter soll sich im Lauf der Woche deutlich besser, sodass wir, so denke ich, am Ende der Woche bestes Anpaarungswetter haben mit sehr angenehmen Temperaturen,
Gestern morgen hatte ich eine Idee bzgl der Verpaarung unserer Zuchttauben. Mit meinen bisherigen Planungen war ich bei zwei bzw drei Paaren noch nicht so ganz zufrieden. Aber nun passt es besser. Ich schreibe mir solche Ideen immer im Handy und einem kleinen Notizbuch auf und anschließend gebe ich sie, wenn ich Zeit habe, in das Abstammungsprogramm ein. In dieses Notizbuch schreibe ich aber auch andere Dinge. Was mir z.b. bei den Tauben auffällt oder Überlegungen zur Versorgung usw. Auch nach langer Zeit kann ich dann immer noch wieder etwas nachschauen und vergesse nichts.
Ich beobachte aus Interesse immer wieder die Wetterprognosen und dabei auch die Mittel- und Langfristprognosen. Dort scheint sich gerade ein sehr spannendes Phänomen zu entwickeln:
In der kommenden Woche findet am Nordpol ein sogenanntes Major Warming statt . Eine große Erwärmung in kurzer Zeit , wie sie nur alle paar Jahre statt findet . So berechnen die Wettermodelle dadurch ein komplettes zusammen brechen des Polarwirbels , es soll sich ein Stratosphärenhoch bilden . Damit würden sich die Zonalwinde von West auf Ost komplett umkehren. So eine plötzliche Erwärmung und ein Zusammenbruch des Polarwirbels hat mit sehr großer Wahrscheinlichkeit verzögert Auswirkungen auf unser Wetter . Meist ein paar Wochen später merken wir die Auswirkungen dieses Phänomens. Es steigt die Wahrscheinlichkeit für Blockadewetterlagen mit Kaltlufteinbrüchen aus Nordosten . So ein Major Warming kann im Extremfall einen richtigen Märzwinter bringen und einige Lagfristmodelle berechnen einen zu kalten März in Folge des Major Warmings .
Wir müssen abwarten wie es sich letztlich entwickelt. Aber gerade hier bei uns ist es immer wieder spannend wie sich das Wetter im März entwickelt, denn dann sollen die Tauben eigentlich wieder nach draußen in den Freiflug. Bei Schnee und Eis ist das aber kaum möglich. Auch die Gefahr durch Greifvögel ist immer sehr stark abhängig von der Witterung.
 

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